Großlogentag 2018 der Großloge AFuAMvD

„Als Meister vom Stuhl der Loge „Zur Verbrüderung an der Regnitz“ lade ich Euch herzlich vom 9.5. bis 12.5.2018 zum Großlogentag in die Weltkulturerbestadt Bamberg ein. Die Brüder unserer Loge freuen sich auf mehrere hundert Freimaurer aus dem In- und Ausland. Ein lebendiges und vielfältiges Programm wird Brüder, Schwestern und Gäste gleichermaßen begeistern. Wir sehen uns in Bamberg.

Euer Klaus Stieringer (MvSt.):

Das Plakat zum Großlogentreffen 2018 in Bamberg wird bunt.
Br. Jens Rusch erarbeitete ein Motiv, das nicht nur ein öffentlich wirksames Signal darstellt, sondern auch die bunte Vielfalt freimaurerischer Facetten symbolisiert:
„Es geht mir nicht um Gefälligkeit, sondern vielmehr suchte ich eine Entsprechung für freimaurerische Ökumene. Freimaurerei ist heute viel offener und zeitgemäßer, als es vielfach noch vermutet wird.“

Vereint im Kampf gegen den Krebs

BRUNSBÜTTEL „Think big – Denke groß“ ist bekanntermaßen ein beliebter Leitgedanke vieler US-Amerikaner. Ein Motto, welches sich auch Fred Donald Dickson Jr. aus Baltimore zu eigen gemacht hat. Der 57-jährige krebsbetroffene Klempnermeister und leidenschaftliche Sportsmann aus dem Bundesstaat Maryland verfolgt ein ehrgeiziges Ziel. Mit ganz unterschiedlichen Kampagnen möchte der dreifache Familienvater weltweit Menschen im Kampf gegen Krebs Mut machen, sie unabhängig von Alter, Geschlecht, Religion oder Herkunft einander näher bringen und ihnen zeigen, dass sie mit ihrem Schicksal nicht alleine sind. Zudem möchte er erreichen, dass umfassender über Krebs und Therapiemöglichkeiten informiert wird, als es allgemein üblich ist, und Spendengelder akquirieren, um die Krebsforschung deutlich vor- anzutreiben.

Jetzt führte ihn sein Vorhaben erstmalig nach Deutschland, nach Brunsbüttel. Hier traf sich Dickson Jr., der in der Metropolregion Baltimore einen hohen Bekanntheitsgrad genießt, mit dem krebsbetroffenen Künstler und Initiator der Wattolümpiade, Jens Rusch. „Ich bin ein Fan der Wattolümpiade, ein Fan von Jens Rusch“, freute sich Dickson über die transatlantische Zusammenkunft, nach einer beschwerlichen Anreise. Beschwerlich, weil er nicht nur Infomaterial über seine Projekte im Gepäck mitführte, sondern auch ein einmaliges handgefertigtes Gastgeschenk mit Übergewicht für das Krebsberatungszentrum Westküste in der Koogstraße dabei hatte: drei, in deutscher Sprache gravierte Granitplatten.

„Diese sollen wenn möglich die Wattolümpische-Wettkampfstätte zieren“, waren sich Beratungszentrum-Koordinatorin Petra Köster und Jens Rusch einig. Selbige gibt es auch mit chinesischen Schriftzeichen. Voraussichtlich im kommenden Jahr werden diese den Weg zu Freunden in China finden, teilte Dickson mit.

„Fred musste für die Extra- Kilos im Gepäck eine Gebühr von über 200 Euro bezahlen, daran lässt sich erkennen, wie schwer seine Reisetasche war“, zeigte sich Rusch von den Strapazen beeindruckt, die sein langjähriger Internet-Freund für die erste persönliche Zusammenkunft in der Schleusenstadt auf sich nahm.

Kennengelernt haben sich die beiden Männer bereits vor etwa zehn Jahren über Facebook.

„Das war zu dem Zeitpunkt, als bei uns beiden Krebs diagnostiziert worden war“, sagt Jens Rusch. Während bei dem Brunsbütteler Künstler ein bösartiger Zungengrundtumor festgestellt wurde, erkrankte Dickson an einer besonders aggressiven Form des Mandelkrebses. „Die Ärzte erklärten mir, dass mein Krebs das Stadium 4a erreicht und sich bereits Metastasen gebildet hatten. Große Aussichten auf Heiligung gaben sie mir nicht“, so Dickson. In einer neunstündigen Operation am renommierten Johns Hopkins Hospital wurde der Tumor in einem damals neuartigen Operationsverfahren mit modernster Computertechnologie entfernt. Weitere kräftezehrende Operationen, Chemotherapien und Bestrahlungen folgten.

Sowohl Rusch als auch Fred Donald Dickson Jr. erwiesen sich als Kämpfernaturen mit einem ausgeprägten Lebenswillen. Beide siegten über die Krankheit und setzen sich seither zum Teil mit überaus verrückten Aktionen und Ideen für eine verbesserte Krebsaufklärung ein und unterstützen Krebsbetroffene bei ihrem jeweiligen Kampf. „Es gibt wirklich viele verrückte Menschen auf dieser Welt. Aber ich denke, wir sind im positiven Sinne verrückt. Und davon kann es eigentlich nicht genug Menschen geben“, sagt Dickson, der seine Erfahrungen in einem 800-Seiten dicken Buch niedergeschrieben hat.

Seinen Aufenthalt in Deutschland nutzte Dickson darüber hinaus, um einige Freimaurerlogen zu besuchen. Wie sein Freund Jens Rusch ist auch der 57-Jährige bereits seit Jahren als Freimaurer aktiv und ebenfalls Mitglied der Shriner, einer gemeinnützigen Organisation, die sich das Wohl von Kindern auf die Fahnen geschrieben haben.

Jens-Peter Mohr

Quelle: Norddeutsche Rundschau / sh:z – Autor: Jens Peter Mohr

Blick in die Zukunft – Wird es eine Evolution ohne uns geben?

Vor mehr als hundert Mitgliedern der Forschungsloge “QUATUOR CORONATI“ und deren Gästen aus Hamburg, Eutin, Flensburg, Lübeck, Stade, Bremen und Kassel begrüßte der Zirkelmeister Hamburgensis Br. Michael Bordelius den Redner Journalisten und Erfolgsautor Jay Tuck.

Der US-Sicherheitsexperte war 35 Jahre für die ARD tätig, wo er über 500 investigative TV-Berichte und Reportagen produzierte. Für die Tagesschau war er als Kriegskorrespondent im Irak, für die Tagesthemen langjähriger Redaktionsleiter. Er interviewte für sein Buch deutsche und US-Drohnenpiloten, Zukunftsforscher und Silicon-Valley-Spezialisten, Geheimdienstler und Unternehmensberater in einer zweieinhalbjährigen Exklusiv-Recherche.

Wer George Orwells Roman „1984“ gelesen hat, wurde in eine mögliche Zukunftsvision geführt. Die rasante technische Entwicklung der letzten Jahrzehnte hat uns bewiesen, wie schnell sich die Welt verändert. Nach 33 Jahren befinden wir uns nun in einem nicht mehr definierbarem Übergang zwischen Gegenwart und Zukunft.

In seinem Vortrag erklärte der Redner, wie weit die gegenwärtige künstliche Intelligenz (K.I.) in unserem Alltag bereits Anwendung findet. Sie steuert Autos und Uhren, Fahrradbremsen und Kameras. Sie parkt Fahrzeuge und fliegt Airbusse. Auf den Finanzmärkten der Welt wickelt sie Milliarden-Geschäfte ab. In den Operationssälen wird sie für präzise Diagnosen und in der Chirurgie von den Operateuren eingesetzt. Sie steht in den strategischen Zukunftsüberlegungen und – visionen der Militärs an erster Stelle!

Demnächst wird sie auch bei uns Zuhause einziehen. K.I. wird Kühlschränke und Klimaanlagen sowie die Alarmanlagen steuern, die Kontrolle über Atommeiler, Wasserwerke, Stromverteilung und Straßenverkehr übernehmen. Das sind nur einige Beispiele aus der zivilen Welt. In dem militärischen Bereich wurde der Einsatz von Drohnen beschrieben.

K.I., meint Jay Tuck, hat die Kontrolle und wird sie immer weiter ausweiten. Aber was wird sie machen, wenn die Menschen unklug sind ? Es gibt viel Potenzial für Konflikte zwischen Menschen und Maschine. Dabei sind die Programme, die von künstlicher Intelligenz in Mikrosekunden erstellt werden, häufig für die eigenen Erfinder nicht
nachvollziehbar, vielleicht sogar auch nicht mehr kontrollierbar.

Eines nicht so fernen Tages werden wir es mit K.I. zu tun haben, die das Wissen der gesamten Menschen speichern und es blitzschnell auswerten kann.

„Künstliche Intelligenz kann die großartigste Errungenschaft der Menschheit werden. Bedauerlicherweise kann sie auch dazu führen, dass das Verantwortungsbewusstsein ohne die Ethik-Entscheidungsträger immer weniger Arbeitskraft von Menschen benötigt wird.“ Zitat des berühmten Astrophysikers Stephan Hawkins Wohin wird die Menschheit gehen?

Nach einer kleinen Pause hat der Redner Jay Tuck eine Vielzahl von Fragen aus dem Publikum beantwortet. Sein aktuelles Buch „Evolution – ohne uns“, erschienen unter ISBN 978-3-86470-401-7 ist kein Zukunftsroman, sondern eine Zusammenfassung seiner Interviews, seiner Reportagen mit Angabe der Fakten.

Einer der anwesenden Brüder meinte: „Es war ein Abend mit dem Gefühl, dass wir bereits in der Zukunft sind.“

Br. Dieter G. Stephan
Zirkelsekretär

Bericht von der Zirkeltagung am Freitag, 17. November 2017 als öffentlicher Vortragsabend der Forschungsloge im Logenhaus Welckerstr. 8, Hamburg, Goethesaal

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Benefizkonzert in Darmstadt mit Stradivari und Paganini

Darmstadt 18.11.2017  | In den neu renovierten Logenräumlichkeiten in Darmstadt wurde die vorletzte Festveranstaltung in diesem Jahr zu Ehren des 300-jährigen Bestehens der modernen Freimaurerei veranstaltet. Das Benefizkonzert am 18.11.2017 begleiteten Master Pianistin Saeko Kitagawa am Flügel und Jacek Klimkiewicz mit seiner Stradivari-Violine. Sie spielten in ergreifender Weise Stücke von Christoph Willibald Gluck, Wolfgang Amadeus Mozart, Fritz Kreisler, Jules Massenet, Henryk Wieniawski, Nicolo Paganini, Edward Elgar, Isaak Albeniz, Astor Piazzolla und Carlos Gardel. Die Musikstücke waren perfekt aufeinander abgestimmt. Jacek bezeichnete seine thematische Zusammensetzung als »Die Welt der Miniaturen«.

Der Vorsitzende Meister der gastgebenden Johannis-Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« Giovanni Grippo hielt einen Kurzvortrag zur 300-jährigen Geschichte der modernen Freimaurerei und zu ihren Zukunftsperspektiven.

Es war eine würdevolle und informative Veranstaltung bei der Jacek Klimkiewicz vor jedem Musikstück etwas zum Besten über den Komponisten sowie über das jeweilige Stück gab. Es wurden Spenden für den Wohltätigkeitsfond der Loge gesammelt.

Seit 2006 veranstalten die drei Darmstädter Freimaurerlogen »Johannes der Evangelist zur Eintracht« (GL AFuAM), »Vier Elemente im Licht« (FGL vD) und »Zum flammenden Schwert« (GLL FvD) gemeinsam mit der Akademie für Tonkunst Darmstadt die sogenannte »Konzertreihe der Darmstädter Freimaurerlogen«. Die Konzertreihe wird u.a. zur Förderung junger Musiktalente der Darmstädter Akademie für Tonkunst betrieben. Oberbürgermeister Jochen Partsch ist Schirmherr der Konzertreihe, die unter dem Motto steht: »Das Schöne fördern, dem Guten dienen und dem Höchsten entgegenstreben.«

 

Vita von Saeko Kitagawa (Klavier/Flügel)

Sie kennt man als ausdrucksstarke Interpretin, die sich in jeder Stilrichtung zuhause fühlt und begeistert mit ihrer emotionalen Musik von Kindheit an ihr Publikum. Sie hat mit fünf Jahren ihren ersten Klavierunterricht erhalten und bereits mit sechs ihren ersten Auftritt gemeistert. Nachdem sie das Musikgymnasium in ihrer Heimatstadt Aichi besuchte, folgte in der gleichen Stadt ein Bachelorstudium. Sie kam nach Europa um ihre Ausbildung weiter zu verfeinern und studierte an der Hochschule der Künste in Bern und an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin, an der sie 2012 ihr Masterstudium mit Auszeichnung abschloss.

Als Probepianistin für Murray Perahia hat Saeko Kitagawa 2010 mit der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker zusammen musiziert. 2011 und 2012 führte sie Solo- und Duo-Recitals in Berlin und Prag auf und seitdem folgten viele weitere Auftritte in Deutschland und Japan, u.a. bei dem Klaviermarathon im Rahmen des Klavierfestivals Ruhr 2015.

Sie absolvierte ein weiteres Masterstudium an der Folkwang Universität der Künste in Essen bei Professor Henri Sigfridsson, welches sie erfolgreich 2016 zu Ende führte. Seit 2016 arbeitet sie als Korrepetitorin in der Violinklasse von Jacek Klimkiewicz an der Folkwang Universität der Künste. Im Sommer 2017 war sie als Dozentin an einem Sommer-Meisterkurs in Taiwan beteiligt.

 

Vita von Jacek Klimkiewicz (Violine)

Als Student von Prof. Irena Dubiska (einer Schülerin von Carl Flesch und Bronislaw Huberman) in seiner Heimatstadt Warschau wurde er Konzertmeister und Solist des Polnischen Kammerorchesters und der Warschauer Kammeroper. Mit 18 Jahren Debüt mit einem Paganini-Konzert in D-Dur in der National Philharmonie Warschau. Weiteres Studium bei Wolfgang Marschner in Freiburg. Meisterklasse bei Ilona Feher (in Amsterdam und Tel Aviv) und Henryk Szeryng (in Paris). Er spielte unter Dirigenten wie K. Böhm, S. Celibidache, B. Haiting, L. Maazel, E. Inbal, D. Shallon und G. Nowak. Er wurde mit dem »Preis der Deutschen Schallplattenkritik«, dem »Prix Repertoire Paris« und der Schallplatte des Jahres »Favorite of 1989« in Miami (USA) als Primarius des Sonare Quartetts ausgezeichnet. Noch während seines Studiums wurde er Erster Konzertmeister in Nürnberg und danach mehrere Jahre Erster Konzertmeister des Orchesters des Staatstheaters Darmstadt.

1992 wurde er als Professor für Violine an die Folkwang Hochschule berufen. Neben der Leitung einer Violinenklasse als Professor an der Folkwang Universität der Künste Essen (ehemals Folkwang Hochschule) gastierte er als Solist u.a. in der Berliner-, Münchener-, Kölner Philharmonie, der Alten Oper Frankfurt am Main, Musikhalle Hamburg, St. John’s Church London, Santory and Opera City Hall in Tokio. Konzertreisen als Solist und Kammermusiker in ganz Europa, Südamerika und Asien (vornehmlich in Japan, Korea, China und Taiwan).

Jacek Klimkiewicz ist Künstlerischer Leiter der Internationalen Sommerakademie auf Schloss Heiligenberg in Seeheim-Jugenheim.