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Lichtfeier der Darmstädter Freimaurer

Am 15.12.2017 veranstaltete die Johannis-Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« zum Abschluss des 300. Jubiläumsjahrs der modernen Freimaurerei ihre Lichtfeier. Die Lichtfeier ist eine traditionelle Veranstaltung der Loge, die es seit über 30 Jahren in Darmstadt wieder gibt. Hierbei handelt es sich um eine Feier, die es bereits unter dem ersten Logenmeister Carl Happich (1878-1947) gegeben haben soll. Neben Zeremonial und dazugehörigem Vortrag wurde der Abend von der Integrationsband „Drosostalia“ musikalisch umrahmt. Neben türkischen, griechischen und deutschen Liedern, die aus der Feder der Sängerin Rükiye Karakullukcu stammen, wurden auch auf besonderen Wunsch Paganinis »Capriccio No. 24«, Vittorio Montis »Csardas«, »Hava Nagila« auf der Violine gespielt. Es wurden ebenfalls Spenden für den Wohltätigkeitsfond gesammelt.

Es gibt im freimaurerischen Kalender einige Feste, die es für Freimaurer zu feiern gilt. Es geht bei den meisten Festen und Feiern um Licht, Herzenswärme, Nächstenliebe und Erleuchtung. Im Dezember begehen Freimaurer z.B. Lichtfeiern. Lichtfeiern sind wahrscheinlich erst wieder in der jüngeren Gegenwart Gegenstand brüderlichen Interesses geworden. Bei der Entstehung der Lichtfeiern haben wahrscheinlich drei Gedanken mitgewirkt: Der Gedanke des mangelnden Lichts in der Natur, der Gedanke um das Ende eines Kalenderjahres und der Gedanke, den Lebenspartnern einen besonderen Platz in der Loge einzuräumen.

Zur finstersten Zeit des Jahres tritt ein astronomisches Ereignis auf, welches mit der freimaurerischen Tradition im Widerspruch zu stehen scheint. Es findet die Winter-Sonnenwende statt. Zur Winter-Sonnenwende erreicht die Sonne ihren jährlichen Tiefststand. Das Gegenstück zur Winter-Sonnenwende ist die Sommer-Sonnenwende. Sie findet im Juni statt. Neben dem Höchststand der Sonne feiern Freimaurer zu jener Zeit den Namenstag von Johannes dem Täufer (Schutzpatron der Freimaurerei) der zugleich Ende und Anfang eines neuen Maurerjahres einläutet. Die Jahre der Freimaurer gehen von Juni zu Juni. Sie entsprechen nicht dem üblichen Kalenderjahr. Das Ende eines alten Maurerjahres und der Beginn eines neuen Maurerjahres haben auch symbolische Bedeutung. Der Beginn des neuen Maurerjahres soll als Auftakt für neue Ideen, für neuen Elan und für neuen Schwung stehen. Man schließt mit etwas Altem ab und öffnet sich – ganz im freimaurerischen Sinne – dem Neuen.

In modernen Zeiten entwickelte sich das Bedürfnis einen freimaurerischen Abschluss des Kalenderjahres zu begehen. Jenes Licht zu feiern, welches nach der Winter-Sonnenwende im Dezember immer mehr zunimmt. Ab diesem Tag wird das Licht nicht mehr weniger, sondern es mehrt sich tagtäglich bis zu seinem Höchststand zur Sommer-Sonnenwende. Der Beginn des neuen Kalenderjahres, welches mit einer Lichtfeier eingeläutet werden soll, kann für das private Leben ebenfalls einen Neuanfang, Versöhnung und sicherlich Besinnung bedeuten. Aus diesem Grunde sind Familien, Lebenspartner, Kinder und Gäste zu den Lichtfeiern eingeladen.

Gerade in dieser Zeit, in der das äußere Licht immer weniger wird, sollen sich Freimaurer auf das innere Licht besinnen, das warm und angenehm den Raum erleuchten kann, den jeder selbst zu erleuchten vermag. Dieses innere Licht wird in manchen freimaurerischen Ausprägungen als Seelenfunke bezeichnet. Die Idee des Seelenfunken ist weitaus älter als die moderne Freimaurerei selbst. Ihn in jedem Freimaurer zum Wachsen zu bringen, ist eines der wichtigsten Anliegen der Freimaurerei. Es geht um die Überwindung der Dunkelheit: Licht.

Es ist kein Zufall, dass die heiligen drei Könige einem leuchtenden Stern auf der Suche nach dem Messias folgten. Es ist wohl auch kein Zufall, dass Jesus, dessen Geburt im Dezember gefeiert wird, als das größte Licht auf Erden bezeichnet wird. Es ist sicherlich auch kein Zufall, dass Silvester mit künstlichem Licht und Feuerwerk willkommen geheißen wird. Im Volksmund heißt es, dass man mit dem Feuerwerk das alte Kalenderjahr vertreibt. Das Luciafest der Schweden und das jüdische Lichtfest Chanukka ereignen sich ebenfalls im Dezember. Es gibt auch das Bodhi-Fest im Buddhismus, welches an die Erleuchtung Buddhas erinnert und nach japanischer Tradition im Dezember begangen wird oder das indische Diwali-Lichterfest. Die Lichtfeiern der Freimaurer stehen damit auch in einer sehr alten multikulturellen Tradition.

Im Portrait: Rolf Appel – ein herausragender Freimaurer

Der ehemalige ZDF-Journalist Knut Terjung, Mitglied der Loge „Absalom zu den drei Nesseln“ in Hamburg, hat Rolf Appel anlässlich seines 90. Geburtstags interviewt. Herausgekommen ist ein bewegendes Portrait eines außergewöhnlichen Bruders. Ein kurzer Zusammenschnitt ist auf Youtube verfügbar. Die über einstündige Langfassung kann über www.freimaurer.org auf DVD bestellt werden.

 

 

Altenstiftung zur Einigkeit

Im Januar 1970 gründeten Brüder der Loge zur Einigkeit die „Altenstiftung zur Einigkeit e.V.“.

Ihre Aufgabe ist es, bedürftigen älteren Menschen zu helfen, einerlei welcher Herkunft, Weltanschauung oder Konfession.

Die Altenstiftung zur Einigkeit e.V. in Frankfurt am Main, unterstützt seit 1970 ältere Personen, einerlei welchen Geschlechts, welcher Konfession, Rasse oder Parteizugehörigkeit, die der Hilfe bedürfen. Unterstützungen können jedoch nur Personen gewährt werden, die die Voraussetzung des §53 der Abgabeordnung und Sozialgesetzbuch (SGB) Zwölftes Buch (XII) – Sozialhilfe erfüllen.

Spenden

IBAN: DE18 5065 2124 0008 1031 78
BIC: HELADEF1SLS

 

Cottbus: Bläserkonzert von Masonic Brass Berlin

Am Samstag, den 16.12.2017, bietet die Loge „Zum Brunnen in der Wüste“ mit „Masonic Brass Berlin“ ein weihnachtliches Bläserkonzert vom Spremberger Turm an.

Mehr Informationen bietet der LAUSITZER RUNDSCHAU Artikel von Ulrike Elsner https://www.lr-online.de/lausitz/cottbus/kultur/freimaurer-laden-zu-blaeserkonzert-ein_aid-6939582

Benefizkonzert mit dem Hamburger Ärzteorchester

Johannislogen Eintracht an der Elbe und Zur Hanseatentreue organisieren zum vierten Mal Benefizkonzert

Hamburg. Seit 4 Jahren veranstalten die Freimaurerlogen „Eintracht an der Elbe“ und „Zur Hanseatentreue“ ein jährliches Benefizkonzert mit dem „Hamburger Ärzteorchester“ zugunsten verschiedener Hamburger Einrichtungen. Die beiden Logen übernehmen alle anfallenden Kosten und die Spenden gehen zu 100% an die Projekte. Bisher wurden über 10.000 € an das Altonaer Kinderkrankenhaus, die Seemansmission Duckdalben, die SeeYou Stiftung gespendet. DIeses Jahr ging der vierstellige Betrag an Hände für Kinder e.V.. Den beiden Logen und den Mitgliedern des Hamburger Ärzteorchesters ist es ein Anliegen sich auch weiterhin einzusetzen. Daher wird die Konzertreihe im nächsten Jahr fortgeführt. Auch die Besucher sind jedes mal begeistert und viele von Ihnen bereits jedes mal dabei gewesen. Die Stimmung ist jedes mal etwas ganz besonders im Hamburger Mozartsaal. Der Mozartsaal gehört zum Logenhaus der Provinzialloge von Niedersachsen und bietet einfach ein unglaublich schönen Ort für den guten Zweck.

Autor: -sapere-aude- der Loge Eintracht an der Elbe

Student und Freimaurer: In England und den USA ganz einfach

Möglich macht es das UNIVERSITIES SCHEME Programm der United Grand Lodge of England. Für landesweit 55 „Scheme Lodges“ wurde das Mindestalter auf 18 Jahre festgesetzt, Beitragszahlungen wurden für unter 25-jährige halbiert – mit dem Ziel Studenten den Zugang zur Freimaurerei und die Mitgliedschaft in einer Loge zu erleichtern.

In den USA bietet das ACADEMIC LODGES PROGRAM des Masonic Renewal Committee ähnliche Bedingungen.

Mehr Informationen über das Konzept, das international Nachahmer finden kann, gibt es hier: http://www.universitiesscheme.com/

Student und Freimaurer: In England und den USA ganz einfach – und in Deutschland ?

Das Eintrittsalter in deutschen Logen variiert von Loge zu Loge. Gemeinhin wird erwartet oder empfohlen, dass ein beitrittswilliger ‚freier Mann von gutem Ruf‘ sich eine gewisse Selbständigkeit und Selbstbestimmtheit erworben hat, die – je nach Auslegung in den einzelnen Logen – mit einer ‚gefestigten‘ Lebenssituation Hand in Hand geht. Das vorausschauende (und somit vielleicht zukunftsweisende) UNIVERSITIES SCHEME aus England und das ACADEMIC LODGES PROGRAM zeigen einen Weg auf, wie Studenten bewusst und gezielt der Zugang erleichtert werden kann.

Auszubildende und Studenten in Deutschland seien auf die Logen „Jacob de Molay“ hingewiesen: https://jacobdemolay.org/
Diese sind den Vereinigten Großlogen von Deutschland direkt unterstellt und der Jugendarbeit verpflichtet.

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Eröffnung 2018: Freimaurer Museum Schweiz

Freimaurer Museum Schweiz | Musée Maçonnique Suisse | Museo Massonico Svizzero | Masonic Museum Switzerland

Das Freimaurer Museum Schweiz im Haus der Freimaurer in Bern befindet sich in der Fertigstellung.
Auf einer Ausstellungsfläche von über 300m2 werden Exponate aus drei Jahrhunderten zu besichtigen sein.

Bis zur 2018 geplanten Eröffnung für die Allgemeinheit ist das Museum exklusiv für Freimaurer, ihre Gäste und angemeldete Gruppen auf Voranmeldung zugänglich.
Über den Eröffnungstermin berichtet Freimaurer Aktuell, sobald er bekannt ist. Wie man das Museum finanziell fördern kann, ist auf der Webseite erläutert.

Museums-Gesellschaft SGLA
Jupiterstrasse 40
CH-3015 Bern

Webseite http://freimaurermuseum.ch/

Email info@freimaurermuseum.ch

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Freimaurerin werden in Frankfurt am Main

Der Arbeitskreis Confidentia bereitet die Gründung der Frauenloge Confidentia vor. Mitglieder sind Freimaurerinnen aus den Logen „Drei Säulen im Zeichen der Silberdistel“ im Orient Reutlingen und „Vier Elemente im Licht“ im Orient Darmstadt. Beide Logen sind Mitglieder der „Frauengroßloge von Deutschland“ (FGLD). Sie treffen sich vierzehntäglich zu Schwesternabenden und bieten im Abstand von sechs Wochen Gästeabende für interessierte Frauen an.

Arbeitskreis Confidentia
Kaiserstraße 37
60329 Frankfurt

Webseite http://fmconfidentia.de/

Kontakt post@fmconfidentia.de

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Critica massonica – Zeitschrift für Freimaurerforschung

Critica Massonica

Critica Massonica

Critica Massonica

Critica massonica

Rivista internazionale di storia e cultura massonica | International journal of masonic history and culture | Revue internationale de l’histoire et de la culture maçonnique | Revista internacional de la historia y la cultura masónica | Internationale Zeitschrift für freimaurerische Geschichte und Kultur

Ein neues internationales, mehrsprachiges Magazin. Die im Jahr 2017 erschienene Ausgabe Nummer 0 bietet Artikel und Rezensionen in englischer, französischer und italienischer Sprache.

Erschienen: Nr. 0 / 2017 (127 Seiten)

Beiträge von Pierre-Yves Beaurepaire, Helge Jordheim, Andreas Önnerfors, Roger Dachez, Antistenes Oristoi, Andrew Prescott, Francesco Angioni, und Rezensionen von Ric Berman und Pierre-Yves Beaurepaire.

In Vorbereitung: Nr. 1 / 2018 (153 Seiten)

Beiträge von Yves Hivert-Messeca, Yasha Beresiner, Pere Sánchez-Ferré, Hans Koller und Anne Eckerle, Felipe Côrte Real de Camargo , Roger Dachez, Francesco Angioni.

Die Erstaugabe No. 0 kann hier gelesen werden: https://issuu.com/criticamassonica

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Der freimaurerische Schlossgarten in Schwetzingen

Ein Besuch des Schlossgartens in Schwetzingen, der etwa 15 Kilometer südöstlich von Mannheim und 10 Kilometer westlich von Heidelberg liegt, lohnt sich besonders als Freimaurer aber nicht nur. Es gibt noch einige Rätsel zu lösen, wie z.B.: Wo befindet sich der fehlende Venus-Tempel? Wo ist die in den historischen Unterlagen erwähnte Sternenwarte? Ist unter dem Minerva-Tempel eine Loge? Wie ist der Garten im Sinne seiner Erbauer zu begehen? Welche Strömungen der Freimaurerei finden sich darin verewigt?

Der Schlossgarten in Schwetzingen ist voller Anspielungen auf Mystik, Mythologie, Alchemie, Hermetik und Freimaurerei. Die Gestalter des Schlossgartens – u. a. Kurfürst Carl Theodor, Nicolas de Pigage und Friedrich Ludwig Sckell – nutzten hauptsächlich freimaurerische Allegorien und Analogien aus der griechisch-römischen Mythologie, um ihre Intentionen zum Ausdruck zu bringen. Sie sind kaum mehr nachvollziehbar, weil sich das heutige Denken stark von dem Denken aus der Zeit der Entstehung des Schlossgartens im 18. Jahrhundert unterscheidet. Die Inhalte und Aussagen, die im Schlossgarten auf mannigfaltige Weise vermittelt werden, sind aber heute noch genauso aktuell wie sie es damals waren, denn die Fragen des Menschen nach seinem Existenzgrund sind zeitlos.

 

 

Ruine eines römischen Wasserkastells gestaltet von Nicolas de Pigage und Friedrich Ludwig Sckell um 1776/1779

Vom Dreibrückentor aus kann man alle Bereiche des Gartens (Englischer Garten, Französischer Garten, Kreisparterre und Schloss) erreichen, ohne seinen eigenen Weg jemals zu durchkreuzen. Dass der Garten allen offen stand, vermittelt einen guten Eindruck, wie hoch Kurfürst Carl Theodor seine Untertanen wertschätzte. Ob er damit die Absicht verfolgte, dem Besucher eine Eigeninitiation erlebbar zu machen oder ob er der Auffassung war, dass hermetisch-freimaurerische Inhalte allen Bürgern zugänglich sein sollten (wie der Schlossgarten selbst) oder ob er mit dem Schlossgarten mythologisches Interesse in den Besuchern wecken wollte, wird wahrscheinlich im Dunkeln der Geschichte bleiben. Der Garten ermöglicht es einem Eingeweihten sowie einem Laien in ihm zu lesen. Weitere Informationen und freimaurische Führungen werden unter folgender Seite angeboten: www.schlossgartenschwetzingen.de

Der Schwetzinger Schlossgarten wurde Ende des 18. Jahrhunderts (von ca. 1752 bis 1796) erbaut. Zur Zeit von Kurfürst Carl Theodor gab es in Deutschland viele freimaurerische Systeme. Der Kurfürst könnte einige freimaurerische Systeme gekannt und davon bestimmte Inhalte im Schlossgarten verewigt haben.

Die Gartenanlage lässt sich in drei Abschnitte unterteilen: 1. Der Englische Garten im Westen ist der Natur nachgeahmt und das Element Wasser überwiegt (Schwarzes Meerle, Großer Weiher, Moscheeweiher usw.). Der Englische Garten kann für die Herrschaft der Natur über den Menschen stehen. 2. der Französische Garten ist von einer geraden Linienführung sowie von rechten Winkeln durchzogen. Er kann für die Herrschaft der Kunst über die Natur stehen. Die Natur wird zum Kunstobjekt. Das Element Feuer spielt im mittleren Bereich des Gartens eine große Rolle; allein durch die fehlende Dominanz des Wassers im Vergleich zum Englischen Garten. 3. Der Französische Garten im Osten wird vom Kreisparterre mit dem Arionbrunnen in der Mitte beherrscht. Der ganze Bereich ist flach angelegt, so dass der Wind freies Spiel hat. Das Kreisparterre ist durch nördliche und südliche Zirkelgebäude im Osten und durch die beiden Laubengänge (berceaux en treillage) im Westen umrandet. Dabei ist es wichtig, dass es sich im Westen um Laubengänge, d.h. um durchschreitbare Abgrenzungen handelt, und nicht um Gebäude oder steinerne Mauern, wie im östlichen Bereich des Kreisparterres. Insbesondere soll damit die Verbindung zu den Bereichen im Norden wo Galatea-Brunnen und Pan-Statue sowie im Süden wo Minerva-Tempel und lykischer Apollon stehen deutlich gemacht werden.

Der »Dänische Freimaurerorden« wurde 1743 in Kopenhagen (übernahm aber erst ab 1855 das Schwedische System) und die »Große Landesloge von Schweden« wurde 1760 in Stockholm gegründet. Die »Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland« wurde 1770 in Berlin gegründet. Österreich war der »Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland« als Provinz angeschlossen bis sich in Wien 1784 die »Große Landesloge von Österreich« gründete. Die Verbindung von Carl Theodor nach Österreich ist nicht nur durch Wolfgang Amadeus Mozart und seinen Vater bezeugt. Der siebenjährige Mozart besuchte zwischen dem 15. und 29. Juli 1763 mit seiner Schwester und seinem Vater im Rahmen einer Konzertreise den kurpfälzischen Hof. Auch Christoph Willibald Gluck, einer der bedeutendsten Opernkomponisten der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, ist ein wichtiger Vermittler der 1774 als Komponist nach Schwetzingen übersiedelte. Er inszenierte die Oper »La contesa de‘ numi« (von Pietro Metastasio) am 9. April 1749 für den Königshof in Kopenhagen, was als eine mögliche Verbindung nach Skandinavien verstanden werden kann. Denn auch wenn sich die Königshäuser Schwedens und Dänemarks zu der Zeit nicht über den Weg trauten, so hielten sie nichtsdestotrotz formelle und diplomatische Gepflogenheiten ein. Das führt wiederum zu den »Eckleffschen Akten«.

Durch die »Eckleffschen Akten« von ca. 1756, der Grundlage der heute noch existierender Freimaurerorden in Deutschland und Skandinavien, können Anordnungen aber auch bauliche Veränderungen im Schwetzinger Schlossgarten nachvollzogen werden. Die »Eckleffschen Akten« weisen nicht nur durch ihre inhaltliche Gestaltung bereits auf ein fundiertes mystisches und hermetisches Wissen hin. Die Gestaltung des Schlossgartens entspricht an vielerlei Stellen den freimaurerischen Inhalten der schwedischen Lehrart. Was zu der Annahme führt, dass Carl Theodor einen direkten Kontakt zum schwedischen Hof des Freimaurers und späteren Königs von Schweden – Karl XIII. – und seinem Vorgänger und Bruder Gustav III. (auch Freimaurer) gehabt zu haben scheint. Zudem treffen an besonderen Stellen verschiedene Richtungen der Freimaurerei zusammen und ermöglichen dadurch mehrere Deutungsebenen, was auch für Nicht-Freimaurer sehr interessant ist.