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Lichtfeier der Darmstädter Freimaurer

Am 15.12.2017 veranstaltete die Johannis-Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« zum Abschluss des 300. Jubiläumsjahrs der modernen Freimaurerei ihre Lichtfeier. Die Lichtfeier ist eine traditionelle Veranstaltung der Loge, die es seit über 30 Jahren in Darmstadt wieder gibt. Hierbei handelt es sich um eine Feier, die es bereits unter dem ersten Logenmeister Carl Happich (1878-1947) gegeben haben soll. Neben Zeremonial und dazugehörigem Vortrag wurde der Abend von der Integrationsband „Drosostalia“ musikalisch umrahmt. Neben türkischen, griechischen und deutschen Liedern, die aus der Feder der Sängerin Rükiye Karakullukcu stammen, wurden auch auf besonderen Wunsch Paganinis »Capriccio No. 24«, Vittorio Montis »Csardas«, »Hava Nagila« auf der Violine gespielt. Es wurden ebenfalls Spenden für den Wohltätigkeitsfond gesammelt.

Es gibt im freimaurerischen Kalender einige Feste, die es für Freimaurer zu feiern gilt. Es geht bei den meisten Festen und Feiern um Licht, Herzenswärme, Nächstenliebe und Erleuchtung. Im Dezember begehen Freimaurer z.B. Lichtfeiern. Lichtfeiern sind wahrscheinlich erst wieder in der jüngeren Gegenwart Gegenstand brüderlichen Interesses geworden. Bei der Entstehung der Lichtfeiern haben wahrscheinlich drei Gedanken mitgewirkt: Der Gedanke des mangelnden Lichts in der Natur, der Gedanke um das Ende eines Kalenderjahres und der Gedanke, den Lebenspartnern einen besonderen Platz in der Loge einzuräumen.

Zur finstersten Zeit des Jahres tritt ein astronomisches Ereignis auf, welches mit der freimaurerischen Tradition im Widerspruch zu stehen scheint. Es findet die Winter-Sonnenwende statt. Zur Winter-Sonnenwende erreicht die Sonne ihren jährlichen Tiefststand. Das Gegenstück zur Winter-Sonnenwende ist die Sommer-Sonnenwende. Sie findet im Juni statt. Neben dem Höchststand der Sonne feiern Freimaurer zu jener Zeit den Namenstag von Johannes dem Täufer (Schutzpatron der Freimaurerei) der zugleich Ende und Anfang eines neuen Maurerjahres einläutet. Die Jahre der Freimaurer gehen von Juni zu Juni. Sie entsprechen nicht dem üblichen Kalenderjahr. Das Ende eines alten Maurerjahres und der Beginn eines neuen Maurerjahres haben auch symbolische Bedeutung. Der Beginn des neuen Maurerjahres soll als Auftakt für neue Ideen, für neuen Elan und für neuen Schwung stehen. Man schließt mit etwas Altem ab und öffnet sich – ganz im freimaurerischen Sinne – dem Neuen.

In modernen Zeiten entwickelte sich das Bedürfnis einen freimaurerischen Abschluss des Kalenderjahres zu begehen. Jenes Licht zu feiern, welches nach der Winter-Sonnenwende im Dezember immer mehr zunimmt. Ab diesem Tag wird das Licht nicht mehr weniger, sondern es mehrt sich tagtäglich bis zu seinem Höchststand zur Sommer-Sonnenwende. Der Beginn des neuen Kalenderjahres, welches mit einer Lichtfeier eingeläutet werden soll, kann für das private Leben ebenfalls einen Neuanfang, Versöhnung und sicherlich Besinnung bedeuten. Aus diesem Grunde sind Familien, Lebenspartner, Kinder und Gäste zu den Lichtfeiern eingeladen.

Gerade in dieser Zeit, in der das äußere Licht immer weniger wird, sollen sich Freimaurer auf das innere Licht besinnen, das warm und angenehm den Raum erleuchten kann, den jeder selbst zu erleuchten vermag. Dieses innere Licht wird in manchen freimaurerischen Ausprägungen als Seelenfunke bezeichnet. Die Idee des Seelenfunken ist weitaus älter als die moderne Freimaurerei selbst. Ihn in jedem Freimaurer zum Wachsen zu bringen, ist eines der wichtigsten Anliegen der Freimaurerei. Es geht um die Überwindung der Dunkelheit: Licht.

Es ist kein Zufall, dass die heiligen drei Könige einem leuchtenden Stern auf der Suche nach dem Messias folgten. Es ist wohl auch kein Zufall, dass Jesus, dessen Geburt im Dezember gefeiert wird, als das größte Licht auf Erden bezeichnet wird. Es ist sicherlich auch kein Zufall, dass Silvester mit künstlichem Licht und Feuerwerk willkommen geheißen wird. Im Volksmund heißt es, dass man mit dem Feuerwerk das alte Kalenderjahr vertreibt. Das Luciafest der Schweden und das jüdische Lichtfest Chanukka ereignen sich ebenfalls im Dezember. Es gibt auch das Bodhi-Fest im Buddhismus, welches an die Erleuchtung Buddhas erinnert und nach japanischer Tradition im Dezember begangen wird oder das indische Diwali-Lichterfest. Die Lichtfeiern der Freimaurer stehen damit auch in einer sehr alten multikulturellen Tradition.

Cottbus: Bläserkonzert von Masonic Brass Berlin

Am Samstag, den 16.12.2017, bietet die Loge „Zum Brunnen in der Wüste“ mit „Masonic Brass Berlin“ ein weihnachtliches Bläserkonzert vom Spremberger Turm an.

Mehr Informationen bietet der LAUSITZER RUNDSCHAU Artikel von Ulrike Elsner https://www.lr-online.de/lausitz/cottbus/kultur/freimaurer-laden-zu-blaeserkonzert-ein_aid-6939582

Benefizkonzert mit dem Hamburger Ärzteorchester

Johannislogen Eintracht an der Elbe und Zur Hanseatentreue organisieren zum vierten Mal Benefizkonzert

Hamburg. Seit 4 Jahren veranstalten die Freimaurerlogen „Eintracht an der Elbe“ und „Zur Hanseatentreue“ ein jährliches Benefizkonzert mit dem „Hamburger Ärzteorchester“ zugunsten verschiedener Hamburger Einrichtungen. Die beiden Logen übernehmen alle anfallenden Kosten und die Spenden gehen zu 100% an die Projekte. Bisher wurden über 10.000 € an das Altonaer Kinderkrankenhaus, die Seemansmission Duckdalben, die SeeYou Stiftung gespendet. DIeses Jahr ging der vierstellige Betrag an Hände für Kinder e.V.. Den beiden Logen und den Mitgliedern des Hamburger Ärzteorchesters ist es ein Anliegen sich auch weiterhin einzusetzen. Daher wird die Konzertreihe im nächsten Jahr fortgeführt. Auch die Besucher sind jedes mal begeistert und viele von Ihnen bereits jedes mal dabei gewesen. Die Stimmung ist jedes mal etwas ganz besonders im Hamburger Mozartsaal. Der Mozartsaal gehört zum Logenhaus der Provinzialloge von Niedersachsen und bietet einfach ein unglaublich schönen Ort für den guten Zweck.

Autor: -sapere-aude- der Loge Eintracht an der Elbe

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Freimaurerin werden in Frankfurt am Main

Der Arbeitskreis Confidentia bereitet die Gründung der Frauenloge Confidentia vor. Mitglieder sind Freimaurerinnen aus den Logen „Drei Säulen im Zeichen der Silberdistel“ im Orient Reutlingen und „Vier Elemente im Licht“ im Orient Darmstadt. Beide Logen sind Mitglieder der „Frauengroßloge von Deutschland“ (FGLD). Sie treffen sich vierzehntäglich zu Schwesternabenden und bieten im Abstand von sechs Wochen Gästeabende für interessierte Frauen an.

Arbeitskreis Confidentia
Kaiserstraße 37
60329 Frankfurt

Webseite http://fmconfidentia.de/

Kontakt post@fmconfidentia.de

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Der freimaurerische Schlossgarten in Schwetzingen

Ein Besuch des Schlossgartens in Schwetzingen, der etwa 15 Kilometer südöstlich von Mannheim und 10 Kilometer westlich von Heidelberg liegt, lohnt sich besonders als Freimaurer aber nicht nur. Es gibt noch einige Rätsel zu lösen, wie z.B.: Wo befindet sich der fehlende Venus-Tempel? Wo ist die in den historischen Unterlagen erwähnte Sternenwarte? Ist unter dem Minerva-Tempel eine Loge? Wie ist der Garten im Sinne seiner Erbauer zu begehen? Welche Strömungen der Freimaurerei finden sich darin verewigt?

Der Schlossgarten in Schwetzingen ist voller Anspielungen auf Mystik, Mythologie, Alchemie, Hermetik und Freimaurerei. Die Gestalter des Schlossgartens – u. a. Kurfürst Carl Theodor, Nicolas de Pigage und Friedrich Ludwig Sckell – nutzten hauptsächlich freimaurerische Allegorien und Analogien aus der griechisch-römischen Mythologie, um ihre Intentionen zum Ausdruck zu bringen. Sie sind kaum mehr nachvollziehbar, weil sich das heutige Denken stark von dem Denken aus der Zeit der Entstehung des Schlossgartens im 18. Jahrhundert unterscheidet. Die Inhalte und Aussagen, die im Schlossgarten auf mannigfaltige Weise vermittelt werden, sind aber heute noch genauso aktuell wie sie es damals waren, denn die Fragen des Menschen nach seinem Existenzgrund sind zeitlos.

 

 

Ruine eines römischen Wasserkastells gestaltet von Nicolas de Pigage und Friedrich Ludwig Sckell um 1776/1779

Vom Dreibrückentor aus kann man alle Bereiche des Gartens (Englischer Garten, Französischer Garten, Kreisparterre und Schloss) erreichen, ohne seinen eigenen Weg jemals zu durchkreuzen. Dass der Garten allen offen stand, vermittelt einen guten Eindruck, wie hoch Kurfürst Carl Theodor seine Untertanen wertschätzte. Ob er damit die Absicht verfolgte, dem Besucher eine Eigeninitiation erlebbar zu machen oder ob er der Auffassung war, dass hermetisch-freimaurerische Inhalte allen Bürgern zugänglich sein sollten (wie der Schlossgarten selbst) oder ob er mit dem Schlossgarten mythologisches Interesse in den Besuchern wecken wollte, wird wahrscheinlich im Dunkeln der Geschichte bleiben. Der Garten ermöglicht es einem Eingeweihten sowie einem Laien in ihm zu lesen. Weitere Informationen und freimaurische Führungen werden unter folgender Seite angeboten: www.schlossgartenschwetzingen.de

Der Schwetzinger Schlossgarten wurde Ende des 18. Jahrhunderts (von ca. 1752 bis 1796) erbaut. Zur Zeit von Kurfürst Carl Theodor gab es in Deutschland viele freimaurerische Systeme. Der Kurfürst könnte einige freimaurerische Systeme gekannt und davon bestimmte Inhalte im Schlossgarten verewigt haben.

Die Gartenanlage lässt sich in drei Abschnitte unterteilen: 1. Der Englische Garten im Westen ist der Natur nachgeahmt und das Element Wasser überwiegt (Schwarzes Meerle, Großer Weiher, Moscheeweiher usw.). Der Englische Garten kann für die Herrschaft der Natur über den Menschen stehen. 2. der Französische Garten ist von einer geraden Linienführung sowie von rechten Winkeln durchzogen. Er kann für die Herrschaft der Kunst über die Natur stehen. Die Natur wird zum Kunstobjekt. Das Element Feuer spielt im mittleren Bereich des Gartens eine große Rolle; allein durch die fehlende Dominanz des Wassers im Vergleich zum Englischen Garten. 3. Der Französische Garten im Osten wird vom Kreisparterre mit dem Arionbrunnen in der Mitte beherrscht. Der ganze Bereich ist flach angelegt, so dass der Wind freies Spiel hat. Das Kreisparterre ist durch nördliche und südliche Zirkelgebäude im Osten und durch die beiden Laubengänge (berceaux en treillage) im Westen umrandet. Dabei ist es wichtig, dass es sich im Westen um Laubengänge, d.h. um durchschreitbare Abgrenzungen handelt, und nicht um Gebäude oder steinerne Mauern, wie im östlichen Bereich des Kreisparterres. Insbesondere soll damit die Verbindung zu den Bereichen im Norden wo Galatea-Brunnen und Pan-Statue sowie im Süden wo Minerva-Tempel und lykischer Apollon stehen deutlich gemacht werden.

Der »Dänische Freimaurerorden« wurde 1743 in Kopenhagen (übernahm aber erst ab 1855 das Schwedische System) und die »Große Landesloge von Schweden« wurde 1760 in Stockholm gegründet. Die »Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland« wurde 1770 in Berlin gegründet. Österreich war der »Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland« als Provinz angeschlossen bis sich in Wien 1784 die »Große Landesloge von Österreich« gründete. Die Verbindung von Carl Theodor nach Österreich ist nicht nur durch Wolfgang Amadeus Mozart und seinen Vater bezeugt. Der siebenjährige Mozart besuchte zwischen dem 15. und 29. Juli 1763 mit seiner Schwester und seinem Vater im Rahmen einer Konzertreise den kurpfälzischen Hof. Auch Christoph Willibald Gluck, einer der bedeutendsten Opernkomponisten der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, ist ein wichtiger Vermittler der 1774 als Komponist nach Schwetzingen übersiedelte. Er inszenierte die Oper »La contesa de‘ numi« (von Pietro Metastasio) am 9. April 1749 für den Königshof in Kopenhagen, was als eine mögliche Verbindung nach Skandinavien verstanden werden kann. Denn auch wenn sich die Königshäuser Schwedens und Dänemarks zu der Zeit nicht über den Weg trauten, so hielten sie nichtsdestotrotz formelle und diplomatische Gepflogenheiten ein. Das führt wiederum zu den »Eckleffschen Akten«.

Durch die »Eckleffschen Akten« von ca. 1756, der Grundlage der heute noch existierender Freimaurerorden in Deutschland und Skandinavien, können Anordnungen aber auch bauliche Veränderungen im Schwetzinger Schlossgarten nachvollzogen werden. Die »Eckleffschen Akten« weisen nicht nur durch ihre inhaltliche Gestaltung bereits auf ein fundiertes mystisches und hermetisches Wissen hin. Die Gestaltung des Schlossgartens entspricht an vielerlei Stellen den freimaurerischen Inhalten der schwedischen Lehrart. Was zu der Annahme führt, dass Carl Theodor einen direkten Kontakt zum schwedischen Hof des Freimaurers und späteren Königs von Schweden – Karl XIII. – und seinem Vorgänger und Bruder Gustav III. (auch Freimaurer) gehabt zu haben scheint. Zudem treffen an besonderen Stellen verschiedene Richtungen der Freimaurerei zusammen und ermöglichen dadurch mehrere Deutungsebenen, was auch für Nicht-Freimaurer sehr interessant ist.

 

Großlogentag 2018 der Großloge AFuAMvD

„Als Meister vom Stuhl der Loge „Zur Verbrüderung an der Regnitz“ lade ich Euch herzlich vom 9.5. bis 12.5.2018 zum Großlogentag in die Weltkulturerbestadt Bamberg ein. Die Brüder unserer Loge freuen sich auf mehrere hundert Freimaurer aus dem In- und Ausland. Ein lebendiges und vielfältiges Programm wird Brüder, Schwestern und Gäste gleichermaßen begeistern. Wir sehen uns in Bamberg.

Euer Klaus Stieringer (MvSt.):

Das Plakat zum Großlogentreffen 2018 in Bamberg wird bunt.
Br. Jens Rusch erarbeitete ein Motiv, das nicht nur ein öffentlich wirksames Signal darstellt, sondern auch die bunte Vielfalt freimaurerischer Facetten symbolisiert:
„Es geht mir nicht um Gefälligkeit, sondern vielmehr suchte ich eine Entsprechung für freimaurerische Ökumene. Freimaurerei ist heute viel offener und zeitgemäßer, als es vielfach noch vermutet wird.“

Vereint im Kampf gegen den Krebs

BRUNSBÜTTEL „Think big – Denke groß“ ist bekanntermaßen ein beliebter Leitgedanke vieler US-Amerikaner. Ein Motto, welches sich auch Fred Donald Dickson Jr. aus Baltimore zu eigen gemacht hat. Der 57-jährige krebsbetroffene Klempnermeister und leidenschaftliche Sportsmann aus dem Bundesstaat Maryland verfolgt ein ehrgeiziges Ziel. Mit ganz unterschiedlichen Kampagnen möchte der dreifache Familienvater weltweit Menschen im Kampf gegen Krebs Mut machen, sie unabhängig von Alter, Geschlecht, Religion oder Herkunft einander näher bringen und ihnen zeigen, dass sie mit ihrem Schicksal nicht alleine sind. Zudem möchte er erreichen, dass umfassender über Krebs und Therapiemöglichkeiten informiert wird, als es allgemein üblich ist, und Spendengelder akquirieren, um die Krebsforschung deutlich vor- anzutreiben.

Jetzt führte ihn sein Vorhaben erstmalig nach Deutschland, nach Brunsbüttel. Hier traf sich Dickson Jr., der in der Metropolregion Baltimore einen hohen Bekanntheitsgrad genießt, mit dem krebsbetroffenen Künstler und Initiator der Wattolümpiade, Jens Rusch. „Ich bin ein Fan der Wattolümpiade, ein Fan von Jens Rusch“, freute sich Dickson über die transatlantische Zusammenkunft, nach einer beschwerlichen Anreise. Beschwerlich, weil er nicht nur Infomaterial über seine Projekte im Gepäck mitführte, sondern auch ein einmaliges handgefertigtes Gastgeschenk mit Übergewicht für das Krebsberatungszentrum Westküste in der Koogstraße dabei hatte: drei, in deutscher Sprache gravierte Granitplatten.

„Diese sollen wenn möglich die Wattolümpische-Wettkampfstätte zieren“, waren sich Beratungszentrum-Koordinatorin Petra Köster und Jens Rusch einig. Selbige gibt es auch mit chinesischen Schriftzeichen. Voraussichtlich im kommenden Jahr werden diese den Weg zu Freunden in China finden, teilte Dickson mit.

„Fred musste für die Extra- Kilos im Gepäck eine Gebühr von über 200 Euro bezahlen, daran lässt sich erkennen, wie schwer seine Reisetasche war“, zeigte sich Rusch von den Strapazen beeindruckt, die sein langjähriger Internet-Freund für die erste persönliche Zusammenkunft in der Schleusenstadt auf sich nahm.

Kennengelernt haben sich die beiden Männer bereits vor etwa zehn Jahren über Facebook.

„Das war zu dem Zeitpunkt, als bei uns beiden Krebs diagnostiziert worden war“, sagt Jens Rusch. Während bei dem Brunsbütteler Künstler ein bösartiger Zungengrundtumor festgestellt wurde, erkrankte Dickson an einer besonders aggressiven Form des Mandelkrebses. „Die Ärzte erklärten mir, dass mein Krebs das Stadium 4a erreicht und sich bereits Metastasen gebildet hatten. Große Aussichten auf Heiligung gaben sie mir nicht“, so Dickson. In einer neunstündigen Operation am renommierten Johns Hopkins Hospital wurde der Tumor in einem damals neuartigen Operationsverfahren mit modernster Computertechnologie entfernt. Weitere kräftezehrende Operationen, Chemotherapien und Bestrahlungen folgten.

Sowohl Rusch als auch Fred Donald Dickson Jr. erwiesen sich als Kämpfernaturen mit einem ausgeprägten Lebenswillen. Beide siegten über die Krankheit und setzen sich seither zum Teil mit überaus verrückten Aktionen und Ideen für eine verbesserte Krebsaufklärung ein und unterstützen Krebsbetroffene bei ihrem jeweiligen Kampf. „Es gibt wirklich viele verrückte Menschen auf dieser Welt. Aber ich denke, wir sind im positiven Sinne verrückt. Und davon kann es eigentlich nicht genug Menschen geben“, sagt Dickson, der seine Erfahrungen in einem 800-Seiten dicken Buch niedergeschrieben hat.

Seinen Aufenthalt in Deutschland nutzte Dickson darüber hinaus, um einige Freimaurerlogen zu besuchen. Wie sein Freund Jens Rusch ist auch der 57-Jährige bereits seit Jahren als Freimaurer aktiv und ebenfalls Mitglied der Shriner, einer gemeinnützigen Organisation, die sich das Wohl von Kindern auf die Fahnen geschrieben haben.

Jens-Peter Mohr

Quelle: Norddeutsche Rundschau / sh:z – Autor: Jens Peter Mohr

Blick in die Zukunft – Wird es eine Evolution ohne uns geben?

Vor mehr als hundert Mitgliedern der Forschungsloge “QUATUOR CORONATI“ und deren Gästen aus Hamburg, Eutin, Flensburg, Lübeck, Stade, Bremen und Kassel begrüßte der Zirkelmeister Hamburgensis Br. Michael Bordelius den Redner Journalisten und Erfolgsautor Jay Tuck.

Der US-Sicherheitsexperte war 35 Jahre für die ARD tätig, wo er über 500 investigative TV-Berichte und Reportagen produzierte. Für die Tagesschau war er als Kriegskorrespondent im Irak, für die Tagesthemen langjähriger Redaktionsleiter. Er interviewte für sein Buch deutsche und US-Drohnenpiloten, Zukunftsforscher und Silicon-Valley-Spezialisten, Geheimdienstler und Unternehmensberater in einer zweieinhalbjährigen Exklusiv-Recherche.

Wer George Orwells Roman „1984“ gelesen hat, wurde in eine mögliche Zukunftsvision geführt. Die rasante technische Entwicklung der letzten Jahrzehnte hat uns bewiesen, wie schnell sich die Welt verändert. Nach 33 Jahren befinden wir uns nun in einem nicht mehr definierbarem Übergang zwischen Gegenwart und Zukunft.

In seinem Vortrag erklärte der Redner, wie weit die gegenwärtige künstliche Intelligenz (K.I.) in unserem Alltag bereits Anwendung findet. Sie steuert Autos und Uhren, Fahrradbremsen und Kameras. Sie parkt Fahrzeuge und fliegt Airbusse. Auf den Finanzmärkten der Welt wickelt sie Milliarden-Geschäfte ab. In den Operationssälen wird sie für präzise Diagnosen und in der Chirurgie von den Operateuren eingesetzt. Sie steht in den strategischen Zukunftsüberlegungen und – visionen der Militärs an erster Stelle!

Demnächst wird sie auch bei uns Zuhause einziehen. K.I. wird Kühlschränke und Klimaanlagen sowie die Alarmanlagen steuern, die Kontrolle über Atommeiler, Wasserwerke, Stromverteilung und Straßenverkehr übernehmen. Das sind nur einige Beispiele aus der zivilen Welt. In dem militärischen Bereich wurde der Einsatz von Drohnen beschrieben.

K.I., meint Jay Tuck, hat die Kontrolle und wird sie immer weiter ausweiten. Aber was wird sie machen, wenn die Menschen unklug sind ? Es gibt viel Potenzial für Konflikte zwischen Menschen und Maschine. Dabei sind die Programme, die von künstlicher Intelligenz in Mikrosekunden erstellt werden, häufig für die eigenen Erfinder nicht
nachvollziehbar, vielleicht sogar auch nicht mehr kontrollierbar.

Eines nicht so fernen Tages werden wir es mit K.I. zu tun haben, die das Wissen der gesamten Menschen speichern und es blitzschnell auswerten kann.

„Künstliche Intelligenz kann die großartigste Errungenschaft der Menschheit werden. Bedauerlicherweise kann sie auch dazu führen, dass das Verantwortungsbewusstsein ohne die Ethik-Entscheidungsträger immer weniger Arbeitskraft von Menschen benötigt wird.“ Zitat des berühmten Astrophysikers Stephan Hawkins Wohin wird die Menschheit gehen?

Nach einer kleinen Pause hat der Redner Jay Tuck eine Vielzahl von Fragen aus dem Publikum beantwortet. Sein aktuelles Buch „Evolution – ohne uns“, erschienen unter ISBN 978-3-86470-401-7 ist kein Zukunftsroman, sondern eine Zusammenfassung seiner Interviews, seiner Reportagen mit Angabe der Fakten.

Einer der anwesenden Brüder meinte: „Es war ein Abend mit dem Gefühl, dass wir bereits in der Zukunft sind.“

Br. Dieter G. Stephan
Zirkelsekretär

Bericht von der Zirkeltagung am Freitag, 17. November 2017 als öffentlicher Vortragsabend der Forschungsloge im Logenhaus Welckerstr. 8, Hamburg, Goethesaal

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Benefizkonzert in Darmstadt mit Stradivari und Paganini

Darmstadt 18.11.2017  | In den neu renovierten Logenräumlichkeiten in Darmstadt wurde die vorletzte Festveranstaltung in diesem Jahr zu Ehren des 300-jährigen Bestehens der modernen Freimaurerei veranstaltet. Das Benefizkonzert am 18.11.2017 begleiteten Master Pianistin Saeko Kitagawa am Flügel und Jacek Klimkiewicz mit seiner Stradivari-Violine. Sie spielten in ergreifender Weise Stücke von Christoph Willibald Gluck, Wolfgang Amadeus Mozart, Fritz Kreisler, Jules Massenet, Henryk Wieniawski, Nicolo Paganini, Edward Elgar, Isaak Albeniz, Astor Piazzolla und Carlos Gardel. Die Musikstücke waren perfekt aufeinander abgestimmt. Jacek bezeichnete seine thematische Zusammensetzung als »Die Welt der Miniaturen«.

Der Vorsitzende Meister der gastgebenden Johannis-Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« Giovanni Grippo hielt einen Kurzvortrag zur 300-jährigen Geschichte der modernen Freimaurerei und zu ihren Zukunftsperspektiven.

Es war eine würdevolle und informative Veranstaltung bei der Jacek Klimkiewicz vor jedem Musikstück etwas zum Besten über den Komponisten sowie über das jeweilige Stück gab. Es wurden Spenden für den Wohltätigkeitsfond der Loge gesammelt.

Seit 2006 veranstalten die drei Darmstädter Freimaurerlogen »Johannes der Evangelist zur Eintracht« (GL AFuAM), »Vier Elemente im Licht« (FGL vD) und »Zum flammenden Schwert« (GLL FvD) gemeinsam mit der Akademie für Tonkunst Darmstadt die sogenannte »Konzertreihe der Darmstädter Freimaurerlogen«. Die Konzertreihe wird u.a. zur Förderung junger Musiktalente der Darmstädter Akademie für Tonkunst betrieben. Oberbürgermeister Jochen Partsch ist Schirmherr der Konzertreihe, die unter dem Motto steht: »Das Schöne fördern, dem Guten dienen und dem Höchsten entgegenstreben.«

 

Vita von Saeko Kitagawa (Klavier/Flügel)

Sie kennt man als ausdrucksstarke Interpretin, die sich in jeder Stilrichtung zuhause fühlt und begeistert mit ihrer emotionalen Musik von Kindheit an ihr Publikum. Sie hat mit fünf Jahren ihren ersten Klavierunterricht erhalten und bereits mit sechs ihren ersten Auftritt gemeistert. Nachdem sie das Musikgymnasium in ihrer Heimatstadt Aichi besuchte, folgte in der gleichen Stadt ein Bachelorstudium. Sie kam nach Europa um ihre Ausbildung weiter zu verfeinern und studierte an der Hochschule der Künste in Bern und an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin, an der sie 2012 ihr Masterstudium mit Auszeichnung abschloss.

Als Probepianistin für Murray Perahia hat Saeko Kitagawa 2010 mit der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker zusammen musiziert. 2011 und 2012 führte sie Solo- und Duo-Recitals in Berlin und Prag auf und seitdem folgten viele weitere Auftritte in Deutschland und Japan, u.a. bei dem Klaviermarathon im Rahmen des Klavierfestivals Ruhr 2015.

Sie absolvierte ein weiteres Masterstudium an der Folkwang Universität der Künste in Essen bei Professor Henri Sigfridsson, welches sie erfolgreich 2016 zu Ende führte. Seit 2016 arbeitet sie als Korrepetitorin in der Violinklasse von Jacek Klimkiewicz an der Folkwang Universität der Künste. Im Sommer 2017 war sie als Dozentin an einem Sommer-Meisterkurs in Taiwan beteiligt.

 

Vita von Jacek Klimkiewicz (Violine)

Als Student von Prof. Irena Dubiska (einer Schülerin von Carl Flesch und Bronislaw Huberman) in seiner Heimatstadt Warschau wurde er Konzertmeister und Solist des Polnischen Kammerorchesters und der Warschauer Kammeroper. Mit 18 Jahren Debüt mit einem Paganini-Konzert in D-Dur in der National Philharmonie Warschau. Weiteres Studium bei Wolfgang Marschner in Freiburg. Meisterklasse bei Ilona Feher (in Amsterdam und Tel Aviv) und Henryk Szeryng (in Paris). Er spielte unter Dirigenten wie K. Böhm, S. Celibidache, B. Haiting, L. Maazel, E. Inbal, D. Shallon und G. Nowak. Er wurde mit dem »Preis der Deutschen Schallplattenkritik«, dem »Prix Repertoire Paris« und der Schallplatte des Jahres »Favorite of 1989« in Miami (USA) als Primarius des Sonare Quartetts ausgezeichnet. Noch während seines Studiums wurde er Erster Konzertmeister in Nürnberg und danach mehrere Jahre Erster Konzertmeister des Orchesters des Staatstheaters Darmstadt.

1992 wurde er als Professor für Violine an die Folkwang Hochschule berufen. Neben der Leitung einer Violinenklasse als Professor an der Folkwang Universität der Künste Essen (ehemals Folkwang Hochschule) gastierte er als Solist u.a. in der Berliner-, Münchener-, Kölner Philharmonie, der Alten Oper Frankfurt am Main, Musikhalle Hamburg, St. John’s Church London, Santory and Opera City Hall in Tokio. Konzertreisen als Solist und Kammermusiker in ganz Europa, Südamerika und Asien (vornehmlich in Japan, Korea, China und Taiwan).

Jacek Klimkiewicz ist Künstlerischer Leiter der Internationalen Sommerakademie auf Schloss Heiligenberg in Seeheim-Jugenheim.

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Gründung einer freimaurerischen Vereinigung in Worms

Darmstadt 20.10.2017 | Die Bruderschaft der Johannis-Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« traf sich am 20. Oktober 2017 im Untergeschoss des neu renovierten Darmstädter Logenhauses. Vor mehreren Wochen erging die Einladung zur konstituierenden Sitzung. An diesem Abend wurde die freimaurerische Vereinigung »Zum brennenden Dornbusch« gegründet. Sie hat den Zweck, die Errichtung einer Loge unter der Konstitution der »Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland« in Worms zu erstreben.

Am 27. Juli 2017 war eine informelle Anfrage an die »Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland« gestellt worden, eine »Vereinigung von Johannisbrüdern« in Worms gründen zu dürfen. Am nächsten Tag kam die Antwort des Landesgroßmeisters Günter J. Stolz, dass er der Gründung einer Freimaurerischen Vereinigung in Worms gerne zustimme und den angefügten Satzungsentwurf zur Prüfung an den Gesetzbuchausschuss weiterleite. Am 02. August 2017 wurde der formelle Antrag an den Provinzialmeister der Provinz Hessen gestellt. Daraufhin informierte der Landesgroßmeister umgehend die Provinzialmeister im Südwesten über seine Zustimmung.

Zeitnah wurde das Logensiegel in Auftrag gegeben. Es entstand das Konzept für eine Homepage der Vereinigung, die seit Anfang Oktober unter folgender Adresse zu erreichen ist: www.worms-freimaurer.de

Am 27. September 2017 erhielt der Vorstand der Johannis-Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« die offizielle, schriftliche Zustimmung zur Vereinigung sowie zur Satzung. Die Vereinigung wird von der Loge in Darmstadt begleitet. Es stand damit dem Versand der zuvor erwähnten Einladungen zur konstituierenden Sitzung nichts mehr im Wege.

Die Gründungsurkunde wurde nach Verlesung des Satzungstextes von den Gründungsmitgliedern am 20. Oktober unterschrieben, der Vorstand gewählt und der Jahresbeitrag festgesetzt. Zum Vorsitzenden ist Arno Moos gewählt worden, der sich anschließend bei allen Beteiligten für ihre Mühen, für ihre Unterstützung und für ihre Hilfe bedankte. Er unterstrich, dass ihm dieses historische und langfristige Vorhaben sehr am Herzen läge und das nicht nur weil er gebürtiger Rheinland-Pfälzer sei.

Zum krönenden Abschluss lud der »Caterer Schmackes« die Bruderschaft in das Obergeschoss zum Essen ein. Dort fand parallel ein Probeessen für Hochzeitspaare statt, das sich der Caterer einiges hat kosten lassen. Diese Einladung kam aufgrund der guten Zusammenarbeit bereits vor Wochen zustande.

Das besondere ist, dass es in Rheinland-Pfalz noch keine Loge unter der Konstitution der »Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland« gibt. Der Vorstand der Vereinigung beginnt in den nächsten Monaten mit der Planung von Gästeabenden.