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Lichtfeier der Darmstädter Freimaurer

Am 15.12.2017 veranstaltete die Johannis-Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« zum Abschluss des 300. Jubiläumsjahrs der modernen Freimaurerei ihre Lichtfeier. Die Lichtfeier ist eine traditionelle Veranstaltung der Loge, die es seit über 30 Jahren in Darmstadt wieder gibt. Hierbei handelt es sich um eine Feier, die es bereits unter dem ersten Logenmeister Carl Happich (1878-1947) gegeben haben soll. Neben Zeremonial und dazugehörigem Vortrag wurde der Abend von der Integrationsband „Drosostalia“ musikalisch umrahmt. Neben türkischen, griechischen und deutschen Liedern, die aus der Feder der Sängerin Rükiye Karakullukcu stammen, wurden auch auf besonderen Wunsch Paganinis »Capriccio No. 24«, Vittorio Montis »Csardas«, »Hava Nagila« auf der Violine gespielt. Es wurden ebenfalls Spenden für den Wohltätigkeitsfond gesammelt.

Es gibt im freimaurerischen Kalender einige Feste, die es für Freimaurer zu feiern gilt. Es geht bei den meisten Festen und Feiern um Licht, Herzenswärme, Nächstenliebe und Erleuchtung. Im Dezember begehen Freimaurer z.B. Lichtfeiern. Lichtfeiern sind wahrscheinlich erst wieder in der jüngeren Gegenwart Gegenstand brüderlichen Interesses geworden. Bei der Entstehung der Lichtfeiern haben wahrscheinlich drei Gedanken mitgewirkt: Der Gedanke des mangelnden Lichts in der Natur, der Gedanke um das Ende eines Kalenderjahres und der Gedanke, den Lebenspartnern einen besonderen Platz in der Loge einzuräumen.

Zur finstersten Zeit des Jahres tritt ein astronomisches Ereignis auf, welches mit der freimaurerischen Tradition im Widerspruch zu stehen scheint. Es findet die Winter-Sonnenwende statt. Zur Winter-Sonnenwende erreicht die Sonne ihren jährlichen Tiefststand. Das Gegenstück zur Winter-Sonnenwende ist die Sommer-Sonnenwende. Sie findet im Juni statt. Neben dem Höchststand der Sonne feiern Freimaurer zu jener Zeit den Namenstag von Johannes dem Täufer (Schutzpatron der Freimaurerei) der zugleich Ende und Anfang eines neuen Maurerjahres einläutet. Die Jahre der Freimaurer gehen von Juni zu Juni. Sie entsprechen nicht dem üblichen Kalenderjahr. Das Ende eines alten Maurerjahres und der Beginn eines neuen Maurerjahres haben auch symbolische Bedeutung. Der Beginn des neuen Maurerjahres soll als Auftakt für neue Ideen, für neuen Elan und für neuen Schwung stehen. Man schließt mit etwas Altem ab und öffnet sich – ganz im freimaurerischen Sinne – dem Neuen.

In modernen Zeiten entwickelte sich das Bedürfnis einen freimaurerischen Abschluss des Kalenderjahres zu begehen. Jenes Licht zu feiern, welches nach der Winter-Sonnenwende im Dezember immer mehr zunimmt. Ab diesem Tag wird das Licht nicht mehr weniger, sondern es mehrt sich tagtäglich bis zu seinem Höchststand zur Sommer-Sonnenwende. Der Beginn des neuen Kalenderjahres, welches mit einer Lichtfeier eingeläutet werden soll, kann für das private Leben ebenfalls einen Neuanfang, Versöhnung und sicherlich Besinnung bedeuten. Aus diesem Grunde sind Familien, Lebenspartner, Kinder und Gäste zu den Lichtfeiern eingeladen.

Gerade in dieser Zeit, in der das äußere Licht immer weniger wird, sollen sich Freimaurer auf das innere Licht besinnen, das warm und angenehm den Raum erleuchten kann, den jeder selbst zu erleuchten vermag. Dieses innere Licht wird in manchen freimaurerischen Ausprägungen als Seelenfunke bezeichnet. Die Idee des Seelenfunken ist weitaus älter als die moderne Freimaurerei selbst. Ihn in jedem Freimaurer zum Wachsen zu bringen, ist eines der wichtigsten Anliegen der Freimaurerei. Es geht um die Überwindung der Dunkelheit: Licht.

Es ist kein Zufall, dass die heiligen drei Könige einem leuchtenden Stern auf der Suche nach dem Messias folgten. Es ist wohl auch kein Zufall, dass Jesus, dessen Geburt im Dezember gefeiert wird, als das größte Licht auf Erden bezeichnet wird. Es ist sicherlich auch kein Zufall, dass Silvester mit künstlichem Licht und Feuerwerk willkommen geheißen wird. Im Volksmund heißt es, dass man mit dem Feuerwerk das alte Kalenderjahr vertreibt. Das Luciafest der Schweden und das jüdische Lichtfest Chanukka ereignen sich ebenfalls im Dezember. Es gibt auch das Bodhi-Fest im Buddhismus, welches an die Erleuchtung Buddhas erinnert und nach japanischer Tradition im Dezember begangen wird oder das indische Diwali-Lichterfest. Die Lichtfeiern der Freimaurer stehen damit auch in einer sehr alten multikulturellen Tradition.

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Freimaurerin werden in Frankfurt am Main

Der Arbeitskreis Confidentia bereitet die Gründung der Frauenloge Confidentia vor. Mitglieder sind Freimaurerinnen aus den Logen „Drei Säulen im Zeichen der Silberdistel“ im Orient Reutlingen und „Vier Elemente im Licht“ im Orient Darmstadt. Beide Logen sind Mitglieder der „Frauengroßloge von Deutschland“ (FGLD). Sie treffen sich vierzehntäglich zu Schwesternabenden und bieten im Abstand von sechs Wochen Gästeabende für interessierte Frauen an.

Arbeitskreis Confidentia
Kaiserstraße 37
60329 Frankfurt

Webseite http://fmconfidentia.de/

Kontakt post@fmconfidentia.de

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Der freimaurerische Schlossgarten in Schwetzingen

Ein Besuch des Schlossgartens in Schwetzingen, der etwa 15 Kilometer südöstlich von Mannheim und 10 Kilometer westlich von Heidelberg liegt, lohnt sich besonders als Freimaurer aber nicht nur. Es gibt noch einige Rätsel zu lösen, wie z.B.: Wo befindet sich der fehlende Venus-Tempel? Wo ist die in den historischen Unterlagen erwähnte Sternenwarte? Ist unter dem Minerva-Tempel eine Loge? Wie ist der Garten im Sinne seiner Erbauer zu begehen? Welche Strömungen der Freimaurerei finden sich darin verewigt?

Der Schlossgarten in Schwetzingen ist voller Anspielungen auf Mystik, Mythologie, Alchemie, Hermetik und Freimaurerei. Die Gestalter des Schlossgartens – u. a. Kurfürst Carl Theodor, Nicolas de Pigage und Friedrich Ludwig Sckell – nutzten hauptsächlich freimaurerische Allegorien und Analogien aus der griechisch-römischen Mythologie, um ihre Intentionen zum Ausdruck zu bringen. Sie sind kaum mehr nachvollziehbar, weil sich das heutige Denken stark von dem Denken aus der Zeit der Entstehung des Schlossgartens im 18. Jahrhundert unterscheidet. Die Inhalte und Aussagen, die im Schlossgarten auf mannigfaltige Weise vermittelt werden, sind aber heute noch genauso aktuell wie sie es damals waren, denn die Fragen des Menschen nach seinem Existenzgrund sind zeitlos.

 

 

Ruine eines römischen Wasserkastells gestaltet von Nicolas de Pigage und Friedrich Ludwig Sckell um 1776/1779

Vom Dreibrückentor aus kann man alle Bereiche des Gartens (Englischer Garten, Französischer Garten, Kreisparterre und Schloss) erreichen, ohne seinen eigenen Weg jemals zu durchkreuzen. Dass der Garten allen offen stand, vermittelt einen guten Eindruck, wie hoch Kurfürst Carl Theodor seine Untertanen wertschätzte. Ob er damit die Absicht verfolgte, dem Besucher eine Eigeninitiation erlebbar zu machen oder ob er der Auffassung war, dass hermetisch-freimaurerische Inhalte allen Bürgern zugänglich sein sollten (wie der Schlossgarten selbst) oder ob er mit dem Schlossgarten mythologisches Interesse in den Besuchern wecken wollte, wird wahrscheinlich im Dunkeln der Geschichte bleiben. Der Garten ermöglicht es einem Eingeweihten sowie einem Laien in ihm zu lesen. Weitere Informationen und freimaurische Führungen werden unter folgender Seite angeboten: www.schlossgartenschwetzingen.de

Der Schwetzinger Schlossgarten wurde Ende des 18. Jahrhunderts (von ca. 1752 bis 1796) erbaut. Zur Zeit von Kurfürst Carl Theodor gab es in Deutschland viele freimaurerische Systeme. Der Kurfürst könnte einige freimaurerische Systeme gekannt und davon bestimmte Inhalte im Schlossgarten verewigt haben.

Die Gartenanlage lässt sich in drei Abschnitte unterteilen: 1. Der Englische Garten im Westen ist der Natur nachgeahmt und das Element Wasser überwiegt (Schwarzes Meerle, Großer Weiher, Moscheeweiher usw.). Der Englische Garten kann für die Herrschaft der Natur über den Menschen stehen. 2. der Französische Garten ist von einer geraden Linienführung sowie von rechten Winkeln durchzogen. Er kann für die Herrschaft der Kunst über die Natur stehen. Die Natur wird zum Kunstobjekt. Das Element Feuer spielt im mittleren Bereich des Gartens eine große Rolle; allein durch die fehlende Dominanz des Wassers im Vergleich zum Englischen Garten. 3. Der Französische Garten im Osten wird vom Kreisparterre mit dem Arionbrunnen in der Mitte beherrscht. Der ganze Bereich ist flach angelegt, so dass der Wind freies Spiel hat. Das Kreisparterre ist durch nördliche und südliche Zirkelgebäude im Osten und durch die beiden Laubengänge (berceaux en treillage) im Westen umrandet. Dabei ist es wichtig, dass es sich im Westen um Laubengänge, d.h. um durchschreitbare Abgrenzungen handelt, und nicht um Gebäude oder steinerne Mauern, wie im östlichen Bereich des Kreisparterres. Insbesondere soll damit die Verbindung zu den Bereichen im Norden wo Galatea-Brunnen und Pan-Statue sowie im Süden wo Minerva-Tempel und lykischer Apollon stehen deutlich gemacht werden.

Der »Dänische Freimaurerorden« wurde 1743 in Kopenhagen (übernahm aber erst ab 1855 das Schwedische System) und die »Große Landesloge von Schweden« wurde 1760 in Stockholm gegründet. Die »Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland« wurde 1770 in Berlin gegründet. Österreich war der »Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland« als Provinz angeschlossen bis sich in Wien 1784 die »Große Landesloge von Österreich« gründete. Die Verbindung von Carl Theodor nach Österreich ist nicht nur durch Wolfgang Amadeus Mozart und seinen Vater bezeugt. Der siebenjährige Mozart besuchte zwischen dem 15. und 29. Juli 1763 mit seiner Schwester und seinem Vater im Rahmen einer Konzertreise den kurpfälzischen Hof. Auch Christoph Willibald Gluck, einer der bedeutendsten Opernkomponisten der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, ist ein wichtiger Vermittler der 1774 als Komponist nach Schwetzingen übersiedelte. Er inszenierte die Oper »La contesa de‘ numi« (von Pietro Metastasio) am 9. April 1749 für den Königshof in Kopenhagen, was als eine mögliche Verbindung nach Skandinavien verstanden werden kann. Denn auch wenn sich die Königshäuser Schwedens und Dänemarks zu der Zeit nicht über den Weg trauten, so hielten sie nichtsdestotrotz formelle und diplomatische Gepflogenheiten ein. Das führt wiederum zu den »Eckleffschen Akten«.

Durch die »Eckleffschen Akten« von ca. 1756, der Grundlage der heute noch existierender Freimaurerorden in Deutschland und Skandinavien, können Anordnungen aber auch bauliche Veränderungen im Schwetzinger Schlossgarten nachvollzogen werden. Die »Eckleffschen Akten« weisen nicht nur durch ihre inhaltliche Gestaltung bereits auf ein fundiertes mystisches und hermetisches Wissen hin. Die Gestaltung des Schlossgartens entspricht an vielerlei Stellen den freimaurerischen Inhalten der schwedischen Lehrart. Was zu der Annahme führt, dass Carl Theodor einen direkten Kontakt zum schwedischen Hof des Freimaurers und späteren Königs von Schweden – Karl XIII. – und seinem Vorgänger und Bruder Gustav III. (auch Freimaurer) gehabt zu haben scheint. Zudem treffen an besonderen Stellen verschiedene Richtungen der Freimaurerei zusammen und ermöglichen dadurch mehrere Deutungsebenen, was auch für Nicht-Freimaurer sehr interessant ist.

 

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Benefizkonzert in Darmstadt mit Stradivari und Paganini

Darmstadt 18.11.2017  | In den neu renovierten Logenräumlichkeiten in Darmstadt wurde die vorletzte Festveranstaltung in diesem Jahr zu Ehren des 300-jährigen Bestehens der modernen Freimaurerei veranstaltet. Das Benefizkonzert am 18.11.2017 begleiteten Master Pianistin Saeko Kitagawa am Flügel und Jacek Klimkiewicz mit seiner Stradivari-Violine. Sie spielten in ergreifender Weise Stücke von Christoph Willibald Gluck, Wolfgang Amadeus Mozart, Fritz Kreisler, Jules Massenet, Henryk Wieniawski, Nicolo Paganini, Edward Elgar, Isaak Albeniz, Astor Piazzolla und Carlos Gardel. Die Musikstücke waren perfekt aufeinander abgestimmt. Jacek bezeichnete seine thematische Zusammensetzung als »Die Welt der Miniaturen«.

Der Vorsitzende Meister der gastgebenden Johannis-Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« Giovanni Grippo hielt einen Kurzvortrag zur 300-jährigen Geschichte der modernen Freimaurerei und zu ihren Zukunftsperspektiven.

Es war eine würdevolle und informative Veranstaltung bei der Jacek Klimkiewicz vor jedem Musikstück etwas zum Besten über den Komponisten sowie über das jeweilige Stück gab. Es wurden Spenden für den Wohltätigkeitsfond der Loge gesammelt.

Seit 2006 veranstalten die drei Darmstädter Freimaurerlogen »Johannes der Evangelist zur Eintracht« (GL AFuAM), »Vier Elemente im Licht« (FGL vD) und »Zum flammenden Schwert« (GLL FvD) gemeinsam mit der Akademie für Tonkunst Darmstadt die sogenannte »Konzertreihe der Darmstädter Freimaurerlogen«. Die Konzertreihe wird u.a. zur Förderung junger Musiktalente der Darmstädter Akademie für Tonkunst betrieben. Oberbürgermeister Jochen Partsch ist Schirmherr der Konzertreihe, die unter dem Motto steht: »Das Schöne fördern, dem Guten dienen und dem Höchsten entgegenstreben.«

 

Vita von Saeko Kitagawa (Klavier/Flügel)

Sie kennt man als ausdrucksstarke Interpretin, die sich in jeder Stilrichtung zuhause fühlt und begeistert mit ihrer emotionalen Musik von Kindheit an ihr Publikum. Sie hat mit fünf Jahren ihren ersten Klavierunterricht erhalten und bereits mit sechs ihren ersten Auftritt gemeistert. Nachdem sie das Musikgymnasium in ihrer Heimatstadt Aichi besuchte, folgte in der gleichen Stadt ein Bachelorstudium. Sie kam nach Europa um ihre Ausbildung weiter zu verfeinern und studierte an der Hochschule der Künste in Bern und an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin, an der sie 2012 ihr Masterstudium mit Auszeichnung abschloss.

Als Probepianistin für Murray Perahia hat Saeko Kitagawa 2010 mit der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker zusammen musiziert. 2011 und 2012 führte sie Solo- und Duo-Recitals in Berlin und Prag auf und seitdem folgten viele weitere Auftritte in Deutschland und Japan, u.a. bei dem Klaviermarathon im Rahmen des Klavierfestivals Ruhr 2015.

Sie absolvierte ein weiteres Masterstudium an der Folkwang Universität der Künste in Essen bei Professor Henri Sigfridsson, welches sie erfolgreich 2016 zu Ende führte. Seit 2016 arbeitet sie als Korrepetitorin in der Violinklasse von Jacek Klimkiewicz an der Folkwang Universität der Künste. Im Sommer 2017 war sie als Dozentin an einem Sommer-Meisterkurs in Taiwan beteiligt.

 

Vita von Jacek Klimkiewicz (Violine)

Als Student von Prof. Irena Dubiska (einer Schülerin von Carl Flesch und Bronislaw Huberman) in seiner Heimatstadt Warschau wurde er Konzertmeister und Solist des Polnischen Kammerorchesters und der Warschauer Kammeroper. Mit 18 Jahren Debüt mit einem Paganini-Konzert in D-Dur in der National Philharmonie Warschau. Weiteres Studium bei Wolfgang Marschner in Freiburg. Meisterklasse bei Ilona Feher (in Amsterdam und Tel Aviv) und Henryk Szeryng (in Paris). Er spielte unter Dirigenten wie K. Böhm, S. Celibidache, B. Haiting, L. Maazel, E. Inbal, D. Shallon und G. Nowak. Er wurde mit dem »Preis der Deutschen Schallplattenkritik«, dem »Prix Repertoire Paris« und der Schallplatte des Jahres »Favorite of 1989« in Miami (USA) als Primarius des Sonare Quartetts ausgezeichnet. Noch während seines Studiums wurde er Erster Konzertmeister in Nürnberg und danach mehrere Jahre Erster Konzertmeister des Orchesters des Staatstheaters Darmstadt.

1992 wurde er als Professor für Violine an die Folkwang Hochschule berufen. Neben der Leitung einer Violinenklasse als Professor an der Folkwang Universität der Künste Essen (ehemals Folkwang Hochschule) gastierte er als Solist u.a. in der Berliner-, Münchener-, Kölner Philharmonie, der Alten Oper Frankfurt am Main, Musikhalle Hamburg, St. John’s Church London, Santory and Opera City Hall in Tokio. Konzertreisen als Solist und Kammermusiker in ganz Europa, Südamerika und Asien (vornehmlich in Japan, Korea, China und Taiwan).

Jacek Klimkiewicz ist Künstlerischer Leiter der Internationalen Sommerakademie auf Schloss Heiligenberg in Seeheim-Jugenheim.

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Gründung einer freimaurerischen Vereinigung in Worms

Darmstadt 20.10.2017 | Die Bruderschaft der Johannis-Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« traf sich am 20. Oktober 2017 im Untergeschoss des neu renovierten Darmstädter Logenhauses. Vor mehreren Wochen erging die Einladung zur konstituierenden Sitzung. An diesem Abend wurde die freimaurerische Vereinigung »Zum brennenden Dornbusch« gegründet. Sie hat den Zweck, die Errichtung einer Loge unter der Konstitution der »Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland« in Worms zu erstreben.

Am 27. Juli 2017 war eine informelle Anfrage an die »Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland« gestellt worden, eine »Vereinigung von Johannisbrüdern« in Worms gründen zu dürfen. Am nächsten Tag kam die Antwort des Landesgroßmeisters Günter J. Stolz, dass er der Gründung einer Freimaurerischen Vereinigung in Worms gerne zustimme und den angefügten Satzungsentwurf zur Prüfung an den Gesetzbuchausschuss weiterleite. Am 02. August 2017 wurde der formelle Antrag an den Provinzialmeister der Provinz Hessen gestellt. Daraufhin informierte der Landesgroßmeister umgehend die Provinzialmeister im Südwesten über seine Zustimmung.

Zeitnah wurde das Logensiegel in Auftrag gegeben. Es entstand das Konzept für eine Homepage der Vereinigung, die seit Anfang Oktober unter folgender Adresse zu erreichen ist: www.worms-freimaurer.de

Am 27. September 2017 erhielt der Vorstand der Johannis-Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« die offizielle, schriftliche Zustimmung zur Vereinigung sowie zur Satzung. Die Vereinigung wird von der Loge in Darmstadt begleitet. Es stand damit dem Versand der zuvor erwähnten Einladungen zur konstituierenden Sitzung nichts mehr im Wege.

Die Gründungsurkunde wurde nach Verlesung des Satzungstextes von den Gründungsmitgliedern am 20. Oktober unterschrieben, der Vorstand gewählt und der Jahresbeitrag festgesetzt. Zum Vorsitzenden ist Arno Moos gewählt worden, der sich anschließend bei allen Beteiligten für ihre Mühen, für ihre Unterstützung und für ihre Hilfe bedankte. Er unterstrich, dass ihm dieses historische und langfristige Vorhaben sehr am Herzen läge und das nicht nur weil er gebürtiger Rheinland-Pfälzer sei.

Zum krönenden Abschluss lud der »Caterer Schmackes« die Bruderschaft in das Obergeschoss zum Essen ein. Dort fand parallel ein Probeessen für Hochzeitspaare statt, das sich der Caterer einiges hat kosten lassen. Diese Einladung kam aufgrund der guten Zusammenarbeit bereits vor Wochen zustande.

Das besondere ist, dass es in Rheinland-Pfalz noch keine Loge unter der Konstitution der »Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland« gibt. Der Vorstand der Vereinigung beginnt in den nächsten Monaten mit der Planung von Gästeabenden.

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Spende an das Darmstädter Frauenhaus

Darmstadt 06.10.2017 | Gewalt gegen Frauen ist ein weltweit existierendes Problem sowie die häufigste Menschenrechtsverletzung gegenüber Frauen. Sie kommt in allen gesellschaftlichen Schichten vor und findet überwiegend zu Hause statt, d.h. der gefährlichste Ort für Frauen ist die eigene Wohnung. Jede vierte Frau ist davon betroffen, sei es körperliche, psychische und sexualisierte Gewalt.

Am 6. Oktober 2017 fand der im »Darmstädter Echo« beworbene öffentliche Gästeabend in den Räumlichkeiten des neu renovierten Darmstädter Logenhauses statt. Die Johannis-Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« hatte Frau Degel (links im Bild), die Vertreterin des Trägervereins des Deutschen Frauenrings, und Frau Scheufele (rechts im Bild), die Stellvertretende Leiterin des Darmstädter Frauenhauses, eingeladen.

 

»Deutscher Frauenring« www.deutscher-frauenring.de

Der Deutsche Frauenring vertritt die Interessen von Frauen in allen Bereichen des öffentlichen Lebens. Seit seiner Gründung setzt er sich für die Verwirklichung der Gleichstellung der Frau und fördert Frauen in ihrer politischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Teilhabe an der Gesellschaft. Er ist einer der größten Frauenverbände Deutschlands und bundesweit vernetzt.

Des Weiteren arbeitet der Frauenring als Mitgliedsorganisation internationaler Frauenverbände an der Verwirklichung von Frauenrechten weltweit. Eines seiner Hauptziele ist die Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau.

 

»Darmstädter Frauenhaus« www.frauenhaus-darmstadt.de

Das Frauenhaus bietet Frauen aller Nationalitäten und ihren Kindern Zuflucht und Schutz vor Gewalt. Das Frauenhaus und seine externe Beratungsstelle sind Facheinrichtungen im Hilfesystem gegen Gewalt an Frauen und ihren Kindern, die nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe arbeiten. Die Beratung ist kostenlos und auf Wunsch anonym. Die Mitarbeiterinnen unterliegen der Schweigepflicht. Neben einer vorübergehenden Wohnmöglichkeit erhalten Frauen und ihre Kinder Unterstützung und Beratung bei allen notwendigen Schritten.

Frau Degel und Frau Scheufele schilderten in ihrem anderthalbstündigen Vortrag die Arbeit des Darmstädter Frauenhauses und die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Frauenring. Logenmeister Giovanni Grippo (links im Bild) und der Abgeordnete Logenmeister Arno Moos (rechts im Bild) übereichten eine Spende in Höhe von 1000,- Euro. Sie bedankten sich für die Arbeit der beiden Organisationen und bei den beiden Vertreterinnen für den informativen und sachlichen Vortrag, in dem auch auf die zahlreichen Fragen der Zuhörerschaft kompetent eingegangen wurde.

 

Die Spendenhöhe kam durch Spenden bei der letztjährigen Lichtfeier und über das Jahr gesammelte Spenden sowie durch die Unterstützung des »Freimaurerischen Hilfswerks« zusammen.

 

 

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Festakt zu 300 Jahren moderner Freimaurerei in Darmstadt

Darmstadt 25.06.2017 | Die Johannis-Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« hatte in Darmstadt am 25. Juni 2017 hohen Besuch von Michael Long, einem verdienten und langjährigen Mitglied der »United Grand Lodge of England«. Seine Titel sind »Visiting Officer of Middlesex« sowie »Past Provincial Junior Grand Warden of the Province of Northants and Hunts«, »Past District Junior Grand Warden of the District of  Barbados and Eastern Caribbean« und »Past Provincial Junior Grand Warden of the Province of  Middlesex«. Die Feierlichkeiten wurden gemeinsam mit der Darmstädter Öffentlichkeit im kleinen Saal des »Alten Schalthaus« begangen. Zurzeit werden alle Veranstaltungen der Darmstädter Freimaurerlogen aufgrund der anhaltenden Umbauarbeiten im »Alten Schalthaus« durchgeführt. Einen Tag zuvor wurde das Provinzial Johannis- und Stiftungsfest der Provinz Hessen in denselben Räumlichkeiten gefeiert.

Michael Long betonte, dass sich 1717 in London vier der ältesten Logen Londons zu einer Art Dachverband zusammengeschlossen haben. Es gab aber diese Logen schon vorher und sie blieben auch nach dem Zusammenschluss weiterhin selbstständig. Diese erste Großloge wurde mit der Zeit als Großloge der »Moderns« bezeichnet. Es gab eine konkurrierende Großloge die sich Großloge der »Antiens« nannte, obwohl sie sich erst 1756 gegründet hatte. Er verwies aber auch darauf, dass man keinerlei schriftliche Aufzeichnungen habe, ob es sich 1717 tatsächlich so zutrug. Die erste freimaurerische Erwähnung ist von 1738. Am 27. Dezemeber vereinigten sie sich und seitdem heißt sie »United Grand Lodge of England«.

Nach dem Sektempfang hielt Logenmeister Giovanni Grippo eine kleine Ansprache und hieß auch Stadtrat Dr. Dierk Molter willkommen. Molter brachte im Namen des Magistrats und des Oberbürgermeister Darmstadts Jochen Partsch, der sich derzeit im Urlaub befand, ein Grußwort aus. Darin betonte er, dass zu den bedeutendsten Darmstädter Freimaurern »sicherlich der hessische Innenminister und Kopf des zivilen Widerstandes gegen das Naziregime, Wilhelm Leuschner« zähle. Ein weiterer Darmstädter Bruder, den Molter erwähnte, war Otto Wolfskehl, einem verstorbenen Mitglied der Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert«. Nach seiner Familie ist der »Wolfskehlsche Garten« benannt. Die Stadt hat 2014 mit einer Gedenktafel seiner Familie gedacht. Molter hob die internationalen Beziehungen der Loge hervor und bedankte sich für die Unterstützung der Logenbrüder für die Stadt und für die Menschen »in sozialer und kultureller Hinsicht.«

Bevor Michael Long seinen Vortrag zur 300-jährigen Geschichte der modernen Freimaurerei hielt, wurden Logenmeister Giovanni Grippo und der Abgeordnete Logenmeister Arno Moos geehrt. Sie erhielten das Ehrenabzeichen der »United Grand Lodge of England« samt Ehrenurkunde u.a. für ihre Verdienste »im Umgang mit internationalen besuchenden Brüdern« sowie aufgrund ihrer »herzlichen Bereitschaft und freundschaftlichen Aufnahme«. Das Abzeichen wird aufgrund der 300 Jahre »Tercentenary« genannt und darf nur von Freimaurermeistern der englischen Großloge sowie jenen die damit auf besondere Weise ausgezeichnet wurden getragen werden.

Die gastgebende Loge »Zum flammenden Schwert« wurde am 30.10.1921 von Bürgern Darmstadts gestiftet und befindet sich seit 1990 wieder in den Logenräumlichkeiten in der Sandstraße 10 in denen sie einst gestiftet wurde. Das Logenhaus ist in den Wirren des Zweiten Weltkrieges beinahe komplett zerstört worden. 1966 wurde es wiedererrichtet. Die aktuellen Umbauarbeiten (seit März 2016) sollen im August 2017 beendet sein. Eine feierliche und rituelle Wiedereröffnung wird am Samstag, den 16.09.2017 vom Hauseigentümer der Loge »Johannes der Evangelist zur Eintracht« und unter Anwesenheit des Großmeisters der Großloge AFuAM veranstaltet werden.