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Genug ist genug – Vereinigte Großloge von England wehrt sich gegen Diskriminierung

“Enough is enough” – unter dieser Überschrift wehrt sich die United Grand Lodge of England aktuell mit ganzseitigen Anzeigen in ‘The Times’ und dem ‘Daily Telegraph’ gegen die ungerechtfertigte Diskriminierung ihrer Mitglieder in der Presseberichterstattung. Bemerkenswert: Die Equailty and Human Rights Commission wurde durch die UGLE eingeschaltet. Damit kulminiert eine laufende Auseinandersetzung, befeuert durch Artikel, die Freimaurern in England pauschal unter anderem eine undurchsichtige Günstlingswirtschaft vorwerfen, und damit ein altes Vorurteil bedienen.

Das vollständige Schreiben der UGLE

UGLE: Enough is enough

UGLE: Enough is enough

 

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Italien: Untersuchung zu Mafiaverbindungen

Am 22. 17. 2017 präsentierte die italienische Presse die Ergebnisse eines Anti-Mafia-Parlamentsausschusses (La commissione parlamentare antimafia). Gegenstand des Berichtes war die Untersuchung etwaiger Verbindungen von Einzelpersonen zwischen der organisierten Kriminalität und der Freimaurerei.

Die Anti-Mafia-Kommission unter Vorsitz von Rosy Bindi hat die Untersuchung der Verflechtung von Freimaurerei und Mafia abgeschlossen. Zwischen Sizilien und Kalabrien seien 17000 Brüder in 389 Logen verteilt. Darunter sollen 193 „Brüder“ Verbindungen zur Mafia haben. Namen wurden nicht veröffentlicht. Unter den 193 Verdächtigen seien zwischenzeitlich neun verurteilt, gegen weitere vier liefen Verfahren. In der Gran Loggia Regolare d’Italia gäbe es 58 Verdächtige, in der Gran loggia d’Italia gäbe es 9 und 4 in der Serenissima.

Der Großmeister des Grande Oriente d’Italia, Stefano Bisi, wehrt sich gegen den Generalverdacht. In den Anhörungen wiesen die Großmeister (Anmerkung: d.h. Großlogenvorstände) eine Mafia-Infiltration zurück, und betonten die vorgeschriebene Forderung eines Nachweises von Straffreiheit (das deutsche Äquivalent ist ein polizeiliches Führungszeugnis ohne Eintragungen) sowie einem „Anti-Mafia-Zertifikat“ für die beitrittswilligen Kandidaten, ohne welche der Beitritt verwehrt würde.

Die Informationen aus diesem Beitrag basieren wesentlich auf dem Artikel „Quei massoni mafiosi che sussurrano ai potenti “ in L’Espresso, von Di Federico Marconi und  Giovanni Tizian, erschienen am 22.12.2017: http://espresso.repubblica.it/attualita/2017/12/22/news/quei-mafiosi-massoni-che-sussurrano-ai-potenti-1.316354?refresh_ce

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Óscar Pérez – Bruder, Polizist, „Staatsfeind Nr. 1“?

Die Confederación Masónica Interamericana veruteilt den gewaltsamen Tod von Óscar Pérez  (am 15.1.2018) als „außergerichtliche Hinrichtung“. Die Interamerikanischen Freimaurer-Konföderation vertritt nach eigenen Angaben 77 Großlogen und Oriente aus 24 Ländern mit 10.400 Logen und mehr als 350.000 Freimaurer.

Medieninteresse weckte Óscar Pérez, Angehöriger der CICPC Polizeibehörde,  als er im Juni 2017 die Gebäude des Obersten Gerichts und des Innen- und Justizministerium  aus einem gekaperten Hubschrauber heraus beschoss. Bei der Aktion gab es keine Verletzten oder Toten. Öffentlichkeitswirksam ließ Pérez eine Fahne mit der Aufschrift „350 LIBERTAD“ aus dem Hubschrauber hängen – ein Hinweis auf Artikel 350 der Verfassung Venezuelas, deren Übersetzung (in Englisch) sinngemäß lautet:

The people of Venezuela, faithful to their republican tradition, its struggle for independence, peace and freedom, shall disown any regime, legislation or authority that runs counters to democratic values, principles and guarantees, or that undermines human rights.

Beileidsbekundungen und Protestnoten folgen seitdem aus verschiedenen international Großlogen, beginnend in Südamerika und sich international ausbreitend.

Der Militärische Abschirmdienstes DGCIM (Dirección General de Contrainteligencia Militar) hat zwischenzeitlich mindestens neun Freimaurerlogen durchsucht bzw. Unterlagen zur Durchsicht angefordert. Diese Information ist schwer zu verifizieren. Sie gründet auf Meldungen aus Venezuela.

Die Situation in Venezula verstehen (Quelle: Vox):

Die Umstände des Todes von Óscar Pérez verstehen (Quelle: The New York Times):

Óscar Pérez  lebte vom 7.4.1981 bis zum 15.1.2018 und hinterlässt eine Witwe und drei Kinder.

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Freimaurerin werden in Frankfurt am Main

Der Arbeitskreis Confidentia bereitet die Gründung der Frauenloge Confidentia vor. Mitglieder sind Freimaurerinnen aus den Logen „Drei Säulen im Zeichen der Silberdistel“ im Orient Reutlingen und „Vier Elemente im Licht“ im Orient Darmstadt. Beide Logen sind Mitglieder der „Frauengroßloge von Deutschland“ (FGLD). Sie treffen sich vierzehntäglich zu Schwesternabenden und bieten im Abstand von sechs Wochen Gästeabende für interessierte Frauen an.

Arbeitskreis Confidentia
Kaiserstraße 37
60329 Frankfurt

Webseite http://fmconfidentia.de/

Kontakt post@fmconfidentia.de

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Critica massonica – Zeitschrift für Freimaurerforschung

Critica Massonica

Critica Massonica

Critica Massonica

Critica massonica

Rivista internazionale di storia e cultura massonica | International journal of masonic history and culture | Revue internationale de l’histoire et de la culture maçonnique | Revista internacional de la historia y la cultura masónica | Internationale Zeitschrift für freimaurerische Geschichte und Kultur

Ein neues internationales, mehrsprachiges Magazin. Die im Jahr 2017 erschienene Ausgabe Nummer 0 bietet Artikel und Rezensionen in englischer, französischer und italienischer Sprache.

Erschienen: Nr. 0 / 2017 (127 Seiten)

Beiträge von Pierre-Yves Beaurepaire, Helge Jordheim, Andreas Önnerfors, Roger Dachez, Antistenes Oristoi, Andrew Prescott, Francesco Angioni, und Rezensionen von Ric Berman und Pierre-Yves Beaurepaire.

In Vorbereitung: Nr. 1 / 2018 (153 Seiten)

Beiträge von Yves Hivert-Messeca, Yasha Beresiner, Pere Sánchez-Ferré, Hans Koller und Anne Eckerle, Felipe Côrte Real de Camargo , Roger Dachez, Francesco Angioni.

Die Erstaugabe No. 0 kann hier gelesen werden: https://issuu.com/criticamassonica

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Gründung einer freimaurerischen Vereinigung in Worms

Darmstadt 20.10.2017 | Die Bruderschaft der Johannis-Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« traf sich am 20. Oktober 2017 im Untergeschoss des neu renovierten Darmstädter Logenhauses. Vor mehreren Wochen erging die Einladung zur konstituierenden Sitzung. An diesem Abend wurde die freimaurerische Vereinigung »Zum brennenden Dornbusch« gegründet. Sie hat den Zweck, die Errichtung einer Loge unter der Konstitution der »Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland« in Worms zu erstreben.

Am 27. Juli 2017 war eine informelle Anfrage an die »Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland« gestellt worden, eine »Vereinigung von Johannisbrüdern« in Worms gründen zu dürfen. Am nächsten Tag kam die Antwort des Landesgroßmeisters Günter J. Stolz, dass er der Gründung einer Freimaurerischen Vereinigung in Worms gerne zustimme und den angefügten Satzungsentwurf zur Prüfung an den Gesetzbuchausschuss weiterleite. Am 02. August 2017 wurde der formelle Antrag an den Provinzialmeister der Provinz Hessen gestellt. Daraufhin informierte der Landesgroßmeister umgehend die Provinzialmeister im Südwesten über seine Zustimmung.

Zeitnah wurde das Logensiegel in Auftrag gegeben. Es entstand das Konzept für eine Homepage der Vereinigung, die seit Anfang Oktober unter folgender Adresse zu erreichen ist: www.worms-freimaurer.de

Am 27. September 2017 erhielt der Vorstand der Johannis-Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« die offizielle, schriftliche Zustimmung zur Vereinigung sowie zur Satzung. Die Vereinigung wird von der Loge in Darmstadt begleitet. Es stand damit dem Versand der zuvor erwähnten Einladungen zur konstituierenden Sitzung nichts mehr im Wege.

Die Gründungsurkunde wurde nach Verlesung des Satzungstextes von den Gründungsmitgliedern am 20. Oktober unterschrieben, der Vorstand gewählt und der Jahresbeitrag festgesetzt. Zum Vorsitzenden ist Arno Moos gewählt worden, der sich anschließend bei allen Beteiligten für ihre Mühen, für ihre Unterstützung und für ihre Hilfe bedankte. Er unterstrich, dass ihm dieses historische und langfristige Vorhaben sehr am Herzen läge und das nicht nur weil er gebürtiger Rheinland-Pfälzer sei.

Zum krönenden Abschluss lud der »Caterer Schmackes« die Bruderschaft in das Obergeschoss zum Essen ein. Dort fand parallel ein Probeessen für Hochzeitspaare statt, das sich der Caterer einiges hat kosten lassen. Diese Einladung kam aufgrund der guten Zusammenarbeit bereits vor Wochen zustande.

Das besondere ist, dass es in Rheinland-Pfalz noch keine Loge unter der Konstitution der »Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland« gibt. Der Vorstand der Vereinigung beginnt in den nächsten Monaten mit der Planung von Gästeabenden.