Blick in die Zukunft – Wird es eine Evolution ohne uns geben?

QC Quatuor Coronati

Vor mehr als hundert Mitgliedern der Forschungsloge “QUATUOR CORONATI“ und deren Gästen aus Hamburg, Eutin, Flensburg, Lübeck, Stade, Bremen und Kassel begrüßte der Zirkelmeister Hamburgensis Br. Michael Bordelius den Redner Journalisten und Erfolgsautor Jay Tuck.

Der US-Sicherheitsexperte war 35 Jahre für die ARD tätig, wo er über 500 investigative TV-Berichte und Reportagen produzierte. Für die Tagesschau war er als Kriegskorrespondent im Irak, für die Tagesthemen langjähriger Redaktionsleiter. Er interviewte für sein Buch deutsche und US-Drohnenpiloten, Zukunftsforscher und Silicon-Valley-Spezialisten, Geheimdienstler und Unternehmensberater in einer zweieinhalbjährigen Exklusiv-Recherche.

Wer George Orwells Roman „1984“ gelesen hat, wurde in eine mögliche Zukunftsvision geführt. Die rasante technische Entwicklung der letzten Jahrzehnte hat uns bewiesen, wie schnell sich die Welt verändert. Nach 33 Jahren befinden wir uns nun in einem nicht mehr definierbarem Übergang zwischen Gegenwart und Zukunft.

In seinem Vortrag erklärte der Redner, wie weit die gegenwärtige künstliche Intelligenz (K.I.) in unserem Alltag bereits Anwendung findet. Sie steuert Autos und Uhren, Fahrradbremsen und Kameras. Sie parkt Fahrzeuge und fliegt Airbusse. Auf den Finanzmärkten der Welt wickelt sie Milliarden-Geschäfte ab. In den Operationssälen wird sie für präzise Diagnosen und in der Chirurgie von den Operateuren eingesetzt. Sie steht in den strategischen Zukunftsüberlegungen und – visionen der Militärs an erster Stelle!

Demnächst wird sie auch bei uns Zuhause einziehen. K.I. wird Kühlschränke und Klimaanlagen sowie die Alarmanlagen steuern, die Kontrolle über Atommeiler, Wasserwerke, Stromverteilung und Straßenverkehr übernehmen. Das sind nur einige Beispiele aus der zivilen Welt. In dem militärischen Bereich wurde der Einsatz von Drohnen beschrieben.

K.I., meint Jay Tuck, hat die Kontrolle und wird sie immer weiter ausweiten. Aber was wird sie machen, wenn die Menschen unklug sind ? Es gibt viel Potenzial für Konflikte zwischen Menschen und Maschine. Dabei sind die Programme, die von künstlicher Intelligenz in Mikrosekunden erstellt werden, häufig für die eigenen Erfinder nicht
nachvollziehbar, vielleicht sogar auch nicht mehr kontrollierbar.

Eines nicht so fernen Tages werden wir es mit K.I. zu tun haben, die das Wissen der gesamten Menschen speichern und es blitzschnell auswerten kann.

„Künstliche Intelligenz kann die großartigste Errungenschaft der Menschheit werden. Bedauerlicherweise kann sie auch dazu führen, dass das Verantwortungsbewusstsein ohne die Ethik-Entscheidungsträger immer weniger Arbeitskraft von Menschen benötigt wird.“ Zitat des berühmten Astrophysikers Stephan Hawkins Wohin wird die Menschheit gehen?

Nach einer kleinen Pause hat der Redner Jay Tuck eine Vielzahl von Fragen aus dem Publikum beantwortet. Sein aktuelles Buch „Evolution – ohne uns“, erschienen unter ISBN 978-3-86470-401-7 ist kein Zukunftsroman, sondern eine Zusammenfassung seiner Interviews, seiner Reportagen mit Angabe der Fakten.

Einer der anwesenden Brüder meinte: „Es war ein Abend mit dem Gefühl, dass wir bereits in der Zukunft sind.“

Br. Dieter G. Stephan
Zirkelsekretär

Bericht von der Zirkeltagung am Freitag, 17. November 2017 als öffentlicher Vortragsabend der Forschungsloge im Logenhaus Welckerstr. 8, Hamburg, Goethesaal

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